Mecklenburg-Vorpommern: Landwirte setzen verstärkt auf freiwillige Umweltleistungen
Die Anträge zu freiwilligen Umweltleistungen sind in Mecklenburg-Vorpommern zwar leicht zurückgegangen, die Größe der Gesamtfläche ist aber gestiegen.
- Beantragte Fläche
- Verschiedene Möglichkeiten an Umweltleistungen
- Weniger Anträge, aber höhere Bereitschaft
Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern setzen verstärkt auf freiwillige Umweltleistungen. Das teilte das Agrarministerium nach der Auswertung der Agraranträge 2026 mit. Demnach ist die beantragte Fläche im Rahmen der sogenannten Öko-Regelungen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 170.000 Hektar auf knapp 1,14 Millionen Hektar gestiegen.
Verschiedene Möglichkeiten an Umweltleistungen
Besonders stark nachgefragt wurden laut Ministerium erneut Maßnahmen zur Förderung vielfältiger Fruchtfolgen, zur extensiven Bewirtschaftung von Dauergrünland sowie zur Bewirtschaftung von Flächen in Natura-2000-Gebieten. Allein bei der Öko-Regelung „Vielfältige Kulturen im Ackerland“ stieg die beantragte Fläche gegenüber dem Vorjahr um rund 53.000 Hektar. Bei der extensiven Bewirtschaftung von Dauergrünland mit regionalen Kennarten betrug der Zuwachs rund 82.000 Hektar. Für Flächen in Natura-2000-Gebieten wurden zusätzlich rund 29.000 Hektar beantragt.
Weniger Anträge, aber höhere Bereitschaft
Zum Stichtag 15. Mai 2026 gingen insgesamt 4.825 fristgerechte Sammelanträge bei der Landesverwaltung ein. Bis zum Ende der Nachfrist am 31. Mai wurden weitere 107 Anträge eingereicht, die den vorgesehenen Verspätungsabzügen unterliegen. Die Zahl der Antragsteller ist damit gegenüber dem Vorjahr erneut leicht zurückgegangen. Dieser seit Jahren zu beobachtende Trend ist vor allem auf Betriebsaufgaben und Unternehmenszusammenschlüsse zurückzuführen. Agrarminister Till Backhaus betonte jedoch, dass die Entwicklung der bewirtschafteten Flächen ein anderes Bild zeichnet: „Die Zahl der Betriebe sinkt zwar weiterhin leicht, die Bereitschaft zur Teilnahme an freiwilligen Umweltmaßnahmen nimmt jedoch deutlich zu. Das zeigt, dass die Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern die Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes aktiv annimmt.“
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