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Studie zeigt: Das sind die 7 häufigsten Schadensursachen bei PV-Anlagen

Schäden an PV-Anlagen können unterschiedlicher Natur sein. Das Institut für Bauforschung wertete in einer Studie die häufigsten Ursachen aus.
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Die Solarmodule einer Photovoltaikanlage können bis zu 30 und sogar 40 Jahre Bestand haben. Wechselrichter halten in der Regel 10 bis 15 Jahre. Trotz der Langlebigkeit können durch äußere Einwirkungen an den einzelnen Komponenten Schäden entstehen. Welche Ursachen besonders häufig dahinterstecken, zeigt eine Studie des Bauherren-Schutzbundes (BSB). Dafür wertete das Institut für Bauforschung (IFB) im Auftrag des BSB reale Schadenfälle aus dem Jahr 2022 aus. Neben technischer Alterung spielen unter anderem Blitzschlag, Überspannung, Sturm und Tierbiss eine Rolle. Die sieben häufigsten Schadensursachen im Überblick.

Die 7 häufigsten Schadensursachen bei PV-Anlagen

Die Studie bezieht sich auf die Anzahl der Schäden je 1.000 Versicherungsverträge.

1. Übliche Abnutzung

6,1 Schäden je 1.000 Verträge: Die häufigste Schadensursache ist die normale Abnutzung der Anlage. Dazu zählen Alterungs- und Verschleißerscheinungen, die im Laufe der Betriebszeit auftreten können. Besonders häufig betroffen ist der Wechselrichter. Er ist laut der Erhebung das Bauteil mit den meisten registrierten Schäden. Wechselrichter stechen bei der üblichen Abnutzung heraus. Die Studie nennt hier 15,3 Schäden je 1.000 Verträge. Eine fachgerechte Planung, Montage und regelmäßige Kontrolle können die Lebensdauer der Anlage verlängern.

2. Blitzschlag 

3,1 Schäden je 1.000 Verträge: Blitzschlag ist die zweithäufigste in der Statistik erfasste Schadensursache. Besonders gefährdet sind die elektrischen und elektronischen Komponenten der Photovoltaikanlage. Durch die hohen Spannungen kann etwa der Wechselrichter beschädigt oder zerstört werden. Blitzschutz und ein geeigneter Überspannungsschutz können das Risiko entsprechender Schäden reduzieren.

3. Sonstige Ursachen

2,9 Schäden je 1.000 Verträge: Auf Platz drei stehen „sonstige Ursachen“. Dabei handelt es sich um eine Sammelkategorie für Schadenfälle, die den anderen genannten Ursachen nicht eindeutig zugeordnet werden können. Die Studie beschreibt verschiedene konkrete Schäden an PV-Anlagen, darunter Probleme mit der Dachkonstruktion, der Verkabelung und den Modulen. Für die einzelnen Fälle lässt sich deshalb keine einheitliche Ursache nennen.

4. Überspannung

2,6 Schäden je 1.000 Verträge: Überspannungen gehören ebenfalls zu den häufigsten Schadensursachen. Sie können empfindliche elektrische und elektronische Bauteile der Anlage beschädigen. Besonders relevant ist dabei wieder der Wechselrichter. Überspannungen können beispielsweise infolge eines Blitzeinschlags auftreten. Die Studie führt Überspannung deshalb als eigenständige Schadensursache in ihrer Statistik.

5. Sturm

1,5 Schäden je 1.000 Verträge: Stürme können sowohl die Photovoltaikanlage selbst als auch das Dach beschädigen. Bei einer fehlerhaften Befestigung können zum Beispiel Kräfte auf Dachziegel und andere Teile der Dachkonstruktion wirken. Die Studie zeigt außerdem, dass Schäden an der Dacheindeckung zu weiteren Problemen führen können. Eine fachgerechte Montage ist deshalb entscheidend, damit die Anlage auch bei starken Windbelastungen sicher befestigt bleibt.

6. Tierbiss

1,5 Schäden je 1.000 Verträge: Ebenfalls 1,5 Schäden je 1.000 Verträge entfallen auf Tierbiss. Betroffen sind vor allem Kabel und Leitungen der Anlage. Werden deren Isolierungen beschädigt, kann die elektrische Sicherheit beeinträchtigt werden. Im ungünstigsten Fall können beschädigte Leitungen Kurzschlüsse verursachen. Tierbiss ist damit zwar deutlich weniger als normale Abnutzung, gehört aber laut der Schadenstatistik dennoch zu den sieben wichtigsten Ursachen.

7. Brand

0,7 Schäden je 1.000 Verträge: Brände sind laut der Analyse deutlich seltener als die übrigen Ursachen im Ranking. Gleichzeitig können sie besonders schwere Folgen haben. Eine mögliche Ursache kann etwa eine fehlerhaft zusammengesteckte Steckverbindung sein, die einen erhöhten Kontaktwiderstand und starke Wärmeentwicklung auslöst. Auch beschädigte Gleichstromkabel können zu einem Kurzschluss führen.

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Foto: Standl (Symbolbild)

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