Klimaschutz: Handelskette und Molkereien arbeiten in einem Projekt enger zusammen
Die Handelskette Edeka hat zusammen mit Molkereien und Milcherzeugern ein Klimaschutzprojekt angestoßen, das es laut dem Unternehmen so in Deutschland bislang nicht gibt.
- Handelskette Edeka kooperiert mit vier Molkereien
- Geplanter Projektablauf
- Ergebnisse auch für andere offen
Die Handelskette Edeka legt nach eigenen Angaben künftig zusammen mit vier Molkereien bei Milchprodukten den Fokus verstärkt auf Klimaschutz. Mit dabei ist auch der zum Edeka-Verbund gehörende Discounter Netto. Für das Klimaschutzprojekt hat das Unternehmen Vereinbarungen mit der EMP Milchhof Prenzlau GmbH, der NordseeMilch eG, dem internationalen Familienunternehmen Royal A-ware und der Molkerei Gropper geschlossen. Wissenschaftlich wird das Vorhaben von der Leuphana Universität Lüneburg begleitet.
Handelskette, Molkereien und Milcherzeuger arbeiten eng zusammen
In der aktuellen Projektphase entstehe ein einheitlicher Standard für Datenerhebung und Emissionsberechnungen, orientiert an den Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi), teilte Edeka mit. Die SBTi ist eine internationale Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, Klimaziele festzulegen, die dem Pariser Klimaabkommen entsprechen. Dadurch will das Unternehmen Emissionsdaten vergleichbarer, nachvollziehbarer und konsistenter machen. Parallel führt das Projekt bestehendes Wissen und Initiativen der Molkereien zusammen und bewertet jede Maßnahme nach Klimawirkung, Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit. Ergänzt werden soll das Klimaschutzprojekt Unternehmensangaben zufolge durch Schulungen, Praxistests und gezielte Unterstützungsangebote für Landwirte. Ab 2027 geht es verstärkt darum, wie Klimaschutzmaßnahmen entlang der Wertschöpfungskette umgesetzt werden können.
Expertise für den gesamten Markt
Mit dem Klimaprojekt wollen Edeka und Netto zusammen mit Molkereien und Milchviehbetrieben ein praxisnahes, übertragbares und wissenschaftlich fundiertes Klimaschutzmodell entwickeln. Laut dem Unternehmen fehle das am deutschen Markt bislang. Das gemeinsame Ziel sei, eine transparente und skalierbare Branchenlösung, die perspektivisch auch weiteren Molkereien, Erzeugern und anderen Marktteilnehmern offensteht.
Foto: Edeka