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Herdenschutzzäune: Technik allein reicht nicht aus

In einer kostenlosen Broschüre informieren Experten, wie Herdenschutzzäune noch effektiver werden.
  • Wolfsrudel in Deutschland
  • Worauf muss man bei Herdenschutzzäunen achten?
  • Umfassende Informationen für Weidetierhalter
  • Link zur Broschüre

In Deutschland leben aktuell rund 1.600 bis über 2.000 Wölfe, verteilt auf etwa 219 bestätigte Rudel, ergänzt durch Paare und einzelne Tiere. Vor allem in Nord- und Ostdeutschland wächst die Population stetig. Um Weidetiere zu schützen, gelten neben Herdenschutzhunden stromführende Schutzzäune als probates Mittel. Worauf müssen Weidetierhalter bei der Errichtung von Herdenschutzzäunen achten? Fragen rund um das Thema beantwortet das Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW) in einer 24-seitigen kostenlosen Broschüre.

Worauf muss man bei Herdenschutzzäunen achten?

Damit ein wolfsabweisender Elektrozaun gut wirkt, reicht laut BZWW funktionierende Technik nicht aus. Auch der Standort, die geografischen und vegetativen Verhältnisse sowie die gesellschaftliche Akzeptanz seien wichtige Faktoren. Zudem beeinflussen Wetterereignisse die alltägliche Handhabung der Zäune. In der Broschüre stellt das Bundeszentrum zum Beispiel vor, welche Bestandteile ein gut funktionierender Elektro-Herdenschutzzaun haben muss, wie hoch er sein muss und wie sich Einsprunghilfen verhindern lassen. Welche Herdenschutzzäune sich für die einzelnen Tierarten wie Schafe und Ziegen, Rinder, Gatterwild und Pferde eignen, wird ebenfalls thematisiert.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Informationen von Verbänden

Dennoch sei ein absoluter Schutz vor Wolfsübergriffen auf Weidetiere nicht möglich, da Wölfe schnell lernen, betont das BZWW. Die Empfehlungen basieren nach Angaben des BZWW auf über 25 Jahren Erfahrung zu Herdenschutzmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe, wissenschaftlichen Erkenntnissen und fachlicher Beratung durch Weidetierverbände. Zum einen sollen die Empfehlungen Weidetierhaltern praktikable und wirtschaftlich zumutbare Lösungen an die Hand geben, zum anderen sollen sie den Behörden als Leitfaden zur Beurteilung allgemein zumutbarer Herdenschutzmaßnahmen sowie als Grundlage für die Gewährung von Förderungen und Entschädigungsleistungen dienen.

Die Broschüre kann auf der Internetseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung heruntergeladen werden.

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Foto: Rhönbergfoto – stock.adobe.com (Symbolbild)

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