Verpachtung bundeseigener Flächen nur an Ökobetriebe: Sachsen-Anhalts Agrarminister kritisiert Vorhaben

Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Schulze kritisiert die Pläne der Bundesregierung, ehemalige volkseigene Flächen nur an Ökobetriebe zu verpachten.
  • Vergangenes Jahr kritisierte der Sächsische Landesbauernverband das Vorhaben der Bundesregierung
  • Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Schulze zeigt kein Verständnis für die Verpachtungsregel für die Flächen
  • Schulze: „Ökobetriebe und konventionelle gleich wichtig“

Der Bund will die so genannten volkseigenen Flächen aus DDR-Zeiten nur an ökologisch und nachhaltig wirtschaftende Betriebe verpachten. Nach dem Sächsischen Landesbauernverband (LBS) kritisiert nun auch Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) das Vorhaben. Das berichtet das landwirtschaftliche Informationszentrum Proplanta.

Verpachtung bundeseigner Flächen: „Bevorzugung nicht vertretbar“

Im Rahmen eines Treffens mit land- und forstwirtschaftlichen Verbänden in Magdeburg machte Schulze seinem Unmut Luft. „Diese einseitige Bevorzugung ökologisch wirtschaftender Betriebe ist für uns nicht vertretbar. Eine Chancengleichheit ist hierbei nicht gegeben“, wird Schulze in einem dpa-Bericht zitiert. Der Minister kündigte an, die Vereinbarung mit dem Bundesfinanzministerium nicht zu unterzeichnen. Auslaufende Verträge müssen laut Schulze eine Verlängerungsoption um weitere drei Jahre enthalten.

Öko und konventionell für Schulze gleich wichtig

„Für uns sind Ökolandbau und konventionell nachhaltig wirtschaftende Betriebe gleichwertig“, erklärte Schulze laut dpa. Es geht um 91.000 Hektar Agrarflächen in Bundesbesitz. Der Verkauf wurde gestoppt. Verwaltet werden diese von der BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH.

Foto: Brockenhexe/Pixabay.com (Symbolbild)

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