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ASP in Sachsen-Anhalt und Brandenburg: Große Sperrzone aufgehoben

Das Bundeslandwirtschaftsministerium meldet einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP).
  • EU-Veterinärausschuss gibt grünes Licht
  • Betroffene Landkreise
  • Konsequente Maßnahmen gegen die ASP

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zeigen weiterhin Wirkung. Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) mit. Nachdem Ende des vergangenen Jahres Sperrzonen erheblich verkleinert werden konnten, hat der Ständige Veterinärausschuss in Brüssel jetzt der Aufhebung der Sperrzone I zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg zugestimmt.

Seit einem Jahr kein infiziertes Wildschwein

In den betreffenden Regionen liegt der letzte ASP-Fall bei Wildschweinen mehr als zwölf Monate zurück. Konkret betrifft die Aufhebung in Sachsen den Landkreis Bautzen und in Brandenburg den Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Teile des Landkreises Spree-Neiße sowie der Stadt Cottbus. Damit verbleiben lediglich schmale Sperrzonen entlang der deutsch-polnischen Grenze für den eingerichteten ASP-Schutzkorridor.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sieht in der Entscheidung „einen großen Erfolg für die Tierseuchenbekämpfung in Deutschland“. Sie zeige, so der Minister: „Wenn Maßnahmen konsequent, fachlich fundiert und in enger Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern umgesetzt werden, können wir die Afrikanische Schweinepest wirksam bekämpfen und ihre Ausbreitung verhindern.“

Konsequente Maßnahmen gegen die ASP

Laut Bundesministerium ist der Erfolg auf die intensive und systematische Suche nach Wildschweinkadavern zurückzuführen. Der Einsatz speziell ausgebildeter Kadaversuchhunde, Drohnen sowie organisierter Menschenketten habe bestätigt, dass das ASP-Virus in diesem Gebiet nicht mehr vorkommt, so das BMLEH. Die aufgefundenen Kadaver wurden umgehend entfernt. Als besonders wirkungsvoll haben sich die „weißen Zonen“ erwiesen: Dabei handelt es sich um Bereiche, die durch einen festen Doppelzaun abgegrenzt sind. Innerhalb dieser Zäune wird der Wildschweinbestand konsequent auf null reduziert und regelmäßig kontrolliert.

Foto: Budimir Jevtic – stock.adobe.com (Symbolbild)

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