Brandenburg: Deshalb ist der Schweinebestand deutlich angestiegen
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist der Schweinebestand in Brandenburg deutlich gestiegen. Der Landesbauernverband erklärt, warum.
- Gesamter Schweinebestand
- Altersklassen und Nutzungsrichtungen
- Statement Landesbauernverband
In Brandenburg wurden mit Stichtag 3. November 2025 584.600 Schweine gehalten. Das teilte das Statistische Landesamt Ende Februar mit. Das sind 70.000 Tiere mehr als im Mai 2025 – ein Anstieg um 14 Prozent. Der größte Bestand der vergangenen drei Jahre.
Schweinebestand in allen Bereichen gestiegen
Der Anstieg des Schweinebestands in Brandenburg zeigt sich in sämtlichen Altersklassen und Nutzungsrichtungen:
- Ferkel und Jungschweine: Die Zahl stieg seit Mai um rund 37.000 Tiere auf mehr als 383.000 Tiere. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 11 Prozent.
- Mastschweine: Besonders deutlich fiel der Anstieg in der Mast aus. Hier wurden 31.200 Tiere mehr gezählt als im Mai. Insgesamt lag der Bestand bei knapp 139.000 Mastschweinen, was einem Plus von 29 Prozent entspricht.
- Zuchtsauen: Auch bei den Zuchttieren nahm der Bestand zu. Die Zahl der Zuchtsauen erhöhte sich um 1.900 Tiere auf 61.400 Tiere, ein Anstieg von rund 3 Prozent.
Bessere Bedingungen für Schweinehalter
Als wichtigsten Grund für diese Entwicklung nennt der Landesbauernverband Brandenburg verbesserte wirtschaftliche Rahmenbedingungen in der Schweinehaltung. „Einigermaßen auskömmliche Erlöse für Mastschweine treffen auf gesunkene Futterkosten“, zitiert die Welt Benny Hecht, Vorstandsmitglied des Verbandes, aus einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Vor allem niedrigere Getreidepreise hätten dazu beigetragen, die Fütterungskosten spürbar zu senken. Für viele Betriebe sei die Mast dadurch wieder rentabler geworden.
Die Erhebung über die Schweinebestände wird in Betrieben durchgeführt, die mindestens 50 Schweine oder zehn Zuchtsauen halten.
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