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Schweinehaltung und Geflügelbetriebe: So reduzieren Sie Ammoniak-Emissionen im Stall

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an den Emissionsschutz in landwirtschaftlichen Betrieben bietet die DLG auf der EuroTier 2026 im November umfassende Informationen zum Thema. Nicht nur für Betriebe mit Schweinehaltung ist das relevant, auch für Geflügelhalter.
  • Emissionsminderung in der Schweinehaltung
  • Stalltechnik und Managementmaßnahmen
  • Gülleführung, -kühlung und Kot-Harn-Trennung
  • Abluftreinigung und weitere Verfahren
  • Emissionsminderung in der Geflügelhaltung

Seit einigen Jahren müssen sich Landwirte mit strengeren Anforderungen an den Emissionsschutz auseinandersetzen. Seit Ende 2021 gilt die Novellierung der sogenannten Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Die Regelungen sollen nicht nur dem Tierwohl und dem Klimaschutz zugutekommen. Auch Menschen, die in Ställen arbeiten, sind besser geschützt. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) macht den Emissionsschutz und entsprechende Maßnahmen mithilfe von „Intelligence in animal farming“ auf der kommenden EuroTier 2026 (10. bis 13. November) zu einem zentralen Thema. Besucher können sich in Fachvorträgen über die Möglichkeiten von Smart Farming bei der Emissionsreduzierung informieren.

Emissionsminderung in der Schweinehaltung

Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Schweinehaltung beginnt laut DLG bereits bei der Fütterung. Ziel sei es, die Ausscheidung vor allem von Stickstoff (Harnstoff) zu reduzieren, um die Entstehung von Ammoniak schon im Stall zu begrenzen. Grundlage dafür sei eine möglichst bedarfsgerechte Versorgung der Tiere mit Aminosäuren. N- und P-reduzierte Fütterungsverfahren seien anerkannte „beste verfügbare Techniken“ (BVT) und können die Ammoniakfreisetzung maßgeblich senken, so die DLG.

Stalltechnik und Managementmaßnahmen

Neben der Fütterung sind stalltechnische Maßnahmen entscheidend für die Emissionsminderung. Ammoniak entsteht vor allem dann, wenn Kot und Harn zusammentreffen und längere Zeit auf Stalloberflächen verbleiben. Ziel moderner Stallkonzepte ist, den mikrobiellen Prozess der Ammoniakentstehung möglichst frühzeitig zu unterbrechen.

Gülleführung, -kühlung und Kot-Harn-Trennung

Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Reduzierung der emittierenden Oberflächen im Güllekanal durch den Einbau schräger Wände, beispielsweise durch V-förmige Wannen aus Kunststoff. Dadurch wird der Querschnitt des Güllekanals verkleinert. Verbunden wird dies häufig mit Maßnahmen zum schnellen Abtransport der Exkremente aus dem Stall. Je kürzer deren Verweildauer im Stall, desto geringer ist die Ammoniakfreisetzung.

Abluftreinigung und weitere Verfahren

In größeren zwangsbelüfteten Anlagen sind Abluftreinigungsanlagen heute ein wichtiger Bestandteil des Emissionsschutzes. Diese Systeme filtern Schadstoffe aus der Stallluft und können Ammoniak- sowie Staubemissionen um mindestens 70 Prozent reduzieren. Gleichzeitig werden Geruchsemissionen deutlich verringert. Für große Anlagen sind Abluftreinigungsanlagen verpflichtend.

Emissionsminderung in der Geflügelhaltung

Auch in der Geflügelhaltung entstehen Ammoniakemissionen vor allem durch mikrobiologische Abbauprozesse im Kot beziehungsweise in der Einstreu. Entsprechend konzentrieren sich viele Maßnahmen auf ein optimiertes Einstreu- und Stallklimamanagement. Beispielsweise kann der Einstreu ein pH-Wert senkendes Additiv zugesetzt werden. Durch eine starke Absenkung des pH in der Einstreu bis etwa pH 2 wird das mikrobielle Wachstum gehemmt und Ammoniak in der Mistauflage chemisch als Ammoniumsulfat gebunden.

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Foto: Countrypixel – stock.adobe.com

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