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Schweinehaltung: So will die Bundesregierung Betriebe unterstützen

Die Schweinehaltung befindet sich schon lange in der Krise. Bundesminister Alois Rainer hat sich nun nach Gesprächen mit Verbänden für Hilfsmaßnahmen ausgesprochen.
  • Entwicklung der Schweinehaltung
  • Statements Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer
  • Maßnahmen zur Unterstützung von Betrieben

Deutschlands Schweinehalter stehen seit Jahren unter massivem Druck. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gab es im Mai 2026 nur noch 14.700 schweinehaltende Betriebe. Das sind 40 Prozent weniger als noch vor 10 Jahren. Auch der Tierbestand schrumpfte in diesem Zeitraum um über 22 Prozent. Vor dem Hintergrund hat es sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zur Aufgabe gemacht, mit konkreten Maßnahmen der deutschen Schweinehaltung wieder Aufwind zu verschaffen. Darüber tauschte er sich kürzlich mit Verbänden und Branchenvertretern aus.

Bundesminister Rainer will auf Augenhöhe arbeiten

Ihm sei wichtig, die aktuellen Herausforderungen gemeinsam und auf Augenhöhe mit Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern anzugehen, betonte Rainer. „Viele Maßnahmen zur Entlastung der Betriebe haben wir bereits vorangetrieben. Zur Risikoausgleichsrücklage sind wir bereits in intensiven Gesprächen mit dem Bundesfinanzministerium“, so der Bundesminister. Aber für ihn sei ganz klar: „Wenn Schweinehaltung auch künftig in Deutschland stattfinden soll, müssen unsere Schweinehalter wieder auskömmlich wirtschaften können.“

Maßnahmen zur Unterstützung von Betrieben mit Schweinehaltung

Neben dem bereits in die Wege geleiteten Bürokratieabbau spricht sich Rainer für folgende Maßnahmen aus:

  • Vollständige und unbefristete Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung.
  • Umsetzung der neuen Agrarexportstrategie, um der Branche neue Märkte zu erschließen und Märkte mit Importverboten wieder zu öffnen. Mit den Philippinen sowie mit Südafrika und China gibt es laut Bundeslandwirtschaftsministerium bereits erste Erfolge.
  • Nationale steuerliche Sonderregelungen, wie die bis 2028 verlängerte Tarifglättung. Davon profitieren auch Tierhalter, indem sie Einkommensschwankungen steuerlich abfedern können.
  • Sonderprogramm für Liquiditätshilfen gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank, um Betriebe rasch und unbürokratisch bei der Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe zu unterstützen.
  • Notifizierung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes in Brüssel. 
  • Als Unterstützung in der aktuell herausfordernden Lage wegen des Preisanstiegs bei Düngemitteln und Energie wurde auf europäischer Ebene ein EU-Hilfsprogramm beschlossen.

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Foto: Countrypixel – stock.adobe.com

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