Flächenbrandgefahr: So schützen Sie Ihre Ernte
Die höchste Gefahr von Wald- und Flächenbränden besteht derzeit in Südwestdeutschland. In Mecklenburg-Vorpommern steigt sie in den kommenden Tagen wieder auf “hoch”. Das Landwirtschaftsministerium in Schwerin mahnt zu Vorsicht und gibt Tipps, wie man seine Ernte vor Feuer schützt.
- Brandgefahr in Mecklenburg-Vorpommern
- Agrarminister Backhaus mahnt zur Vorsicht
- So lassen sich Erntebrände vermeiden
Während Hitzewellen und anhaltender Trockenheit steigt nicht nur die Waldbrandgefahr. Auch Flächen können in Brand geraten. Laut Waldbrand-Gefahrenindex (WBI) des Deutschen Wetterdienstes gingen die Gefahrenstufen für Mecklenburg-Vorpommern in der vergangenen Woche etwas zurück. Doch die nächste Hitzewelle steht in den Startlöchern. Beim Blick in den WBI sieht man in Nordostdeutschland bereits wieder rote Bereiche – hohe Gefahr.
Ernte in wenigen Minuten vernichtet
Agrarminister Till Backhaus mahnt zur Vorsicht: „Die Ernte ist der Höhepunkt eines ganzen Arbeitsjahres. In wenigen Wochen bringen unsere Landwirtinnen und Landwirte ein, wofür sie viele Monate gearbeitet haben.“ Umso schmerzlicher sei es, so Backhaus, wenn innerhalb weniger Minuten ein Feuer Maschinen, Ernte oder sogar Menschenleben gefährdet. Gerade bei der derzeitigen Trockenheit reicht oft schon ein kleiner Funke, etwa durch einen Stein im Mähwerk oder ein heißgelaufenes Lager, um einen Flächenbrand auszulösen. „Deshalb muss jetzt jeder seinen Beitrag leisten, um Brände zu verhindern“, so der Minister.
So lassen sich Erntebrände vermeiden
Für die Prävention sind Umsicht und sorgfältige Vorbereitung vor den Arbeiten entscheidend. Regelmäßige Wartung der Technik und eine enge Abstimmung mit den örtlichen Feuerwehren sind laut Landwirtschaftsministerium essenziell.
- Erntemaschinen regelmäßig reinigen und warten, insbesondere heiße oder staubanfällige Bereiche
- Tägliche Reinigung der Maschinen während der Ernte – beispielsweise mit akkubetriebenen Laubbläsern
- Feuerlöscher auf jeder Erntemaschine mitführen sowie möglichst ein wassergefülltes Fass oder Güllefass am Feldrand bereithalten
- Striktes Rauchverbot bei Erntearbeiten, beim Betanken sowie beim Strohtransport, auch in geschlossenen Fahrzeugkabinen
- Erntearbeiten mit der örtlichen Feuerwehr abstimmen, insbesondere bei größeren Schlägen oder schwierigen Einsatzbedingungen
- Keine Fahrzeuge auf abgeernteten Feldern oder trockenen Stoppelflächen abstellen, da heiße Fahrzeugteile Brände auslösen können
- Darüber hinaus empfiehlt das Ministerium, Erntemaschinen mindestens einmal jährlich einer gründlichen Wartung in einer Fachwerkstatt zu unterziehen sowie vor und nach der Erntesaison einen umfassenden Sicherheitscheck durchführen zu lassen.
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Foto: Standl (Symbolbild)