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Waldbrände 2025: Diese unglaubliche Fläche fiel den Flammen zum Opfer

Die Gesamtgröße der 2025 von Waldbränden zerstörten Flächen ist doppelt so groß wie 2024. Viele Brände sind auf Vorsatz und Fahrlässigkeit zurückzuführen.
  • Gesamtfläche der Waldbrände 2025
  • Waldbrände wetterbedingt begünstigt
  • Besonders betroffene Bundesländer
  • Ursachen
  • Wieder Brand im Nationalpark Müritz

Mit 1.175 Waldbränden hat sich die Zahl der Brände 2025 im Vergleich zum niederschlagsreichen Jahr 2024 mehr als verdoppelt. Somit liegt das vergangene Jahr wieder im Schnitt der vorausgegangenen Jahre (1991 bis 2024: 1.139 Brände). Das geht aus der Waldbrandstatistik 2025 des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) hervor. Ein Großbrand in der sächsischen Gohrischheide Anfang Juli 2025 erhöhte mit rund 1.867 Hektar die verbrannte Fläche auf insgesamt 2.626 Hektar. Das entspricht 3.676 Fußballfeldern oder der Fläche Norderneys. Damit liegt der Wert für 2025 um ein Vielfaches über dem langjährigen Mittel von 844 Hektar (1991 bis 2024). Die Brandfläche betraf 1.612 Hektar Laubholz und 1.015 Hektar Nadelholz.

Extrem trockener Frühling begünstigte Waldbrände

Die hohe Bilanz 2025 liegt nicht zuletzt daran, dass 2025 eines der bislang sonnigsten Jahre war. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fehlte es vor allem im Frühjahr an Niederschlägen. Dadurch begann die Waldbrandsaison schon früher. Juni und August waren deutlich zu warm und Anfang Juli gab es extreme Hitze. Erst im September verringerte sich die Waldbrandgefahr. 

Größte Brandflächen in Sachsen, Brandenburg und Bayern

Aufgrund eines Großbrandes führt Sachsen die Waldbrandstatistik 2025 im Ländervergleich mit 1.894 Hektar verbrannter Fläche an. Mit großem Abstand folgen Brandenburg (252 Hektar) und Bayern (224 Hektar). Bei der Anzahl der Waldbrände liegt Brandenburg mit 317 Bränden vorn, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (135 Brände) und Niedersachsen (128 Brände).

Viele Brände vorsätzlich und fahrlässig verursacht

Rund 46 Prozent aller Waldbrände entstanden aus unbekannten Ursachen, gefolgt von Fahrlässigkeit mit ungefähr 27 Prozent. 19 Prozent aller Waldbrände – und damit fast jeder fünfte Brand – wurden vermutlich vorsätzlich verursacht. Fast die Hälfte der Brände, die durch Fahrlässigkeit entstanden, waren unter anderem auf Camper, Besucher im Wald oder Kinder zurückzuführen.

Nationalpark Müritz brennt erneut

Aktuell ist der Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern von einem Waldbrand betroffen. Nach aktuellen Schätzungen breitete sich der Brand auf rund 318 Hektar aus. Die Löscharbeiten laufen noch und werden durch alte Munition im Boden erschwert. Bereits wenige Wochen zuvor hatte ein Brand bei Adamsdorf im Nationalpark rund 131 Hektar Fläche zerstört. Inwiefern diese Ereignisse auf die Waldbrandstatistik 2026 Einfluss nehmen werden, wird sich zeigen.

Neuigkeiten aus der Landwirtschaft finden Sie im Newsbereich der gvf VersicherungsMakler AG auf der Website gvf.de.

Foto: Rico Löb – stock.adobe.com

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