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Immer weniger Klärschlamm auf dem Acker: So wird er stattdessen genutzt

Das Statistische Bundesamt hat Zahlen zur Verwendung von Klärschlamm veröffentlicht. Die Nutzung änderte sich.
  • Klärschlamm als Dünger
  • Alternative Nutzung
  • Strengere Richtlinien

Deutsche Landwirte setzen immer weniger Klärschlamm zum Düngen ein. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Im Jahr 2024 haben die kommunalen Kläranlagen rund 1,67 Millionen Tonnen Klärschlamm entsorgt. Nur noch 12 Prozent davon (0,20 Millionen Tonnen) wurden auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 waren noch 30 Prozent des Klärschlamms in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt worden.

Klärschlamm für Energie- und Wärmeerzeugung

Stattdessen stieg der Anteil des thermisch verwerteten Klärschlamms 2024 auf 82 Prozent, während der Anteil 2009 bei 53 Prozent gelegen hatte. Damit wurden im Jahr 2024 rund 1,37 Millionen Tonnen Klärschlamm verbrannt und unter anderem für die Energie- und Wärmeerzeugung genutzt. Rund 80.000 Tonnen (5 Prozent) entfielen auf andere Entsorgungswege. Im Landschaftsbau wurden rund 13.000 Tonnen (1 Prozent) Klärschlamm verwendet.

Ausbringung von Klärschlamm verschärft

In der Klärschlammverordnung von 2017 wurden die Vorgaben zur Ausbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft verschärft, um den Eintrag von Schadstoffen, wie zum Beispiel Arzneimittelrückstände oder Mikroplastik, in die Böden zu verringern. Für eine bessere Ressourcennutzung ist ab 2029 zusätzlich die Phosphorrückgewinnung aus dem Klärschlamm verpflichtend. Nach dem derzeitigen technischen Stand ist die Rückgewinnung bei Verfahren der Monoverbrennung am effizientesten. Im Jahr 2024 sind 732.000 Tonnen Klärschlamm in diesen Verfahren verbrannt worden. Das entspricht laut Destatis rund 44 Prozent der insgesamt entsorgten Menge an Klärschlamm. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil dieser Verfahren um 4 Prozent.

Foto: Countrypixel – stock.adobe.com (Symbolbild)

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