Extensiv genutztes Dauergrünland: Mecklenburg-Vorpommern verlängert Pflege-Zeitraum
Mecklenburg-Vorpommern hat für die Pflege von extensiv genutztem Dauergrünland eine Ausnahmegenehmigung erteilt.
- Extensiv genutztes Dauergrünland darf länger bearbeitet werden
- Grundlage der Ausnahmeregelung
- Dauergrünland in Mecklenburg-Vorpommern
Das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern hat die Pflegezeit für extensiv genutztes Dauergrünland bis zum 15. März 2026 verlängert. Der Grund sind längere Frostperioden und die derzeitige Witterung. Aus Gründen der Praktikabilität dürfen Landwirte auf solchen Flächen bis zu dem Zeitpunkt Pflegemaßnahmen wie Mähen, Mulchen oder Walzen durchführen, ohne dass dies Einfluss auf die Förderung hat. Die Wiesen dürfen jedoch nicht umgebrochen oder neu eingesät werden.
Keine Kürzung von Förderungen wegen Ausnahmeregelung
Die Ausnahmeregelung stützt sich auf die „Allgemeinverfügung zur Verlängerung des Pflege-Zeitraums auf extensiv genutztem Dauergrünland wetterbedingt bis zum 15. März 2026“. Laut Ministerium gingen zahlreiche Anfragen ein. Auch deshalb wurde die Ausnahmegenehmigung erteilt. Das Agrarministerium handelt dabei als oberste Naturschutzbehörde des Landes. Die Ausnahme gilt für das Förderprogramm FP 525. Sie basiert auf Nummer 6.2.4 Satz 2 der einschlägigen Förderrichtlinie zur extensiven Bewirtschaftung von Dauergrünlandflächen. Pflegemaßnahmen bis 15. März haben keinen Einfluss auf die Förderungen.
Dauergrünland hat große Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern
Mecklenburg-Vorpommern verfügt über rund 272.500 Hektar Dauergrünland. Das entspricht etwa 30 bis 33 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Mehr als 146.000 Hektar, also gut 52 Prozent, liegen in naturschutzfachlich sensiblen Gebieten. Im Rahmen von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen werden jährlich rund 70.000 Hektar extensiv bewirtschaftet. Die dafür ausgezahlten Fördermittel belaufen sich auf etwa 13 Millionen Euro pro Jahr. Mechanische Pflegemaßnahmen sind in der Regel bis Anfang März zulässig, die erste Mahd erfolgt auf vielen Flächen frühestens ab Mitte Juni.
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