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Thüringens Energie-Selbstversorgung: Diese Rolle spielt die Landwirtschaft 

Im Thüringenplan 2026 spielt Energie eine große Rolle. Ziel ist, weniger abhängig von Importen zu werden.
  • Thüringenplan 2026
  • Eigenversorgung statt Stromimporte
  • Rolle der Landwirtschaft bei der Energie

Thüringen hat einen Plan vorgelegt, der die Zukunft des Freistaates absteckt. Der Thüringenplan 2026 beschreibt die politischen Leitlinien der Landesregierung für die kommenden Jahre. Er zielt darauf ab, wirtschaftliche Stärke, soziale Stabilität und ökologische Verantwortung miteinander zu verbinden. Ein zentrales Handlungsfeld ist dabei die Energiepolitik. Sie soll Thüringen unabhängiger, krisenfester und wettbewerbsfähiger machen. Der Plan versteht Energie nicht nur als Klimafrage, sondern als Standortfaktor, der Kommunen, Wirtschaft und ländliche Räume gleichermaßen betrifft

Mehr Eigenversorgung statt Stromimporte

Ein Kernziel der Landesregierung ist es, Thüringen schrittweise unabhängiger von Stromimporten zu machen. Mit dem neuen Thüringer Energieplan und einem novellierten Energiegesetz soll der Ausbau erneuerbarer Energien so gesteuert werden, dass deutlich mehr Strom im Land selbst erzeugt wird. Langfristig strebt die Landesregierung an, den Energiebedarf ab 2045 vollständig aus erneuerbaren Quellen aus eigener Erzeugung zu decken. Damit sollen Versorgungssicherheit und Preisstabilität gestärkt und Abhängigkeiten von überregionalen Energiemärkten reduziert werden.

Landwirtschaft als Energie– und Flächenpartner

Eine wichtige Rolle wird dabei der Landwirtschaft zugeschrieben. Neben ihrer Funktion in der Nahrungsmittelproduktion wird sie als relevanter Akteur für erneuerbare Energieerzeugung und regionale Wertschöpfung betrachtet. Vorgesehen ist die stärkere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen für Agri-PV-Anlagen. Zudem setzt Thüringen beim Ausbau der Windenergie auf Mengenziele anstatt starrer Flächenvorgaben. Standortbezogene Potenziale sollen so besser genutzt und Nutzungskonflikte minimiert werden. Landwirtschaftliche Betriebe können dadurch sowohl als Flächeneigentümer als auch als Betreiber oder Beteiligte an Energieprojekten eingebunden werden. 

Thüringen verbraucht derzeit jährlich rund 11 bis 12 Terawattstunden Strom, davon wird etwa die Hälfte aus anderen Bundesländern bezogen.

Foto: piyaset – stock.adobe.com (Symbolbild)

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