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Irankrieg: Liquiditätshilfen für deutsche Landwirte

Landwirte können ab Juni Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen, um gestiegene Energie- und etwa Düngemittelkosten abzufedern.
  • Verbilligte Kredite für Landwirte
  • Weitere Maßnahmen
  • Maßnahmen auf EU-Ebene

Durch den Irakkrieg, im Speziellen durch die Blockade der Straße von Hormus, sind die Ölpreise auf dem Weltmarkt gestiegen. Die Folge: Teuerungen bei Düngemitteln und Diesel. Um landwirtschaftliche Betriebe in dieser angespannten Lage zu unterstützen, stellen das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) und die Landwirtschaftliche Rentenbank Liquiditätshilfen von insgesamt 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Verbilligte Kredite für Landwirte

Vorgesehen sind kurzfristige Liquiditäten durch verbilligte Kredite, um zusätzliche Belastungen durch höhere Kosten für Diesel und Dünger besser abfedern zu können. Die Darlehen sollen eine Laufzeit von drei Jahren haben und grundsätzlich auf 50.000 Euro je Betrieb begrenzt sein (ohne Nachweis Liquiditätsbedarf). Höhere Darlehensbeträge sind möglich, sie werden jeweils nach der bewirtschafteten Fläche bemessen. Die maximale Darlehenssumme ist auf 500.000 Euro pro Betrieb begrenzt. Start des Programms ist der 1. Juni.

Teil eines Gesamtpaketes

Das Liquiditätshilfeprogramm ergänzt die bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen der Bundesregierung. Landwirtschaftliche Betriebe profitieren laut BMLEH beispielsweise von der befristeten Senkung der Energiesteuer, mit der die Bundesregierung schnell auf die veränderte Lage reagiert hat. Daneben kann weiterhin die Agrardieselrückvergütung geltend gemacht werden.

Auch auf europäischer Ebene setze sich das BMLEH für Entlastungen ein, so das Ministerium. Ziel sei es, die Einfuhrzölle auf Düngemittel von verlässlichen Handelspartnern vorübergehend zu senken und so den Kostendruck für die Landwirtschaft zu begrenzen. Zudem werde man sich in die Erarbeitung des EU-Aktionsplans zu Düngemitteln einbringen. Die Produktion von Düngemitteln in Europa solle gestärkt werden, damit heimische Düngemittel verfügbar und erschwinglich bleiben.

Foto: Wolfgang Jargstorff – stock.adobe.com (Symbolbild)

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