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Entwicklung schon seit 15 Jahren: Immer weniger Konsum von Äpfeln in Deutschland


Seit Jahren ist der Konsum von Äpfeln in Deutschland rückläufig. Laut einer europäischen Studie greifen Konsumenten teils lieber zu anderem Obst.
  • Entwicklung des Verbrauchs von Äpfeln
  • Beliebtheit von Bananen
  • Apfelanbau in Deutschland

Der Apfel bleibt zwar das beliebteste Obst der Deutschen, allerdings ist der Verbrauch in den vergangenen 15 Jahren deutlich zurückgegangen. Lag der Pro-Kopf-Verbrauch nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Wirtschaftsjahr 2010/11 noch bei 27,1 Kilogramm, waren es laut einer Auswertung des Thünen-Instituts im Jahr 2020 nur noch 24,5 Kilogramm. Im Wirtschaftsjahr 2024/25 wurden nach BLE-Angaben schließlich durchschnittlich rund 21 Kilogramm Äpfel pro Einwohner verbraucht. Damit ging der Pro-Kopf-Verbrauch innerhalb von eineinhalb Jahrzehnten um rund 22 Prozent zurück. Das entspricht einem Minus von gut sechs Kilogramm pro Einwohner. Bei den Zahlen sind auch Apfelprodukte wie Mus oder Saft berücksichtigt. Inbegriffen sind nicht nur heimische Äpfel, sondern auch Importe.

Lieber Bananen als Äpfel

Im Gegensatz zu Äpfeln werden Bananen in Deutschland zunehmend beliebter. Nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stieg der Pro-Kopf-Verbrauch zwischen den Wirtschaftsjahren 2010/11 und 2024/25 von 10,5 auf 12 Kilogramm. Das entspricht einem Zuwachs von rund 14 Prozent. Ein möglicher Grund für die Beliebtheit könnte aus Sicht vieler Verbraucher die unkomplizierte Handhabung sein. Darauf deutet eine europaweite Verbraucherbefragung hin, die das Marktforschungsunternehmen NielsenIQ im März 2025 im Auftrag des Bananenhändlers Fyffes durchführte. Von den mehr als 7.000 Befragten sehen 27 Prozent Bananen als schnellen und praktischen Snack. Für 34 Prozent stand die sättigende Wirkung im Vordergrund. 24 Prozent greifen zu Bananen als Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Rückläufiger Apfelanbau in Deutschland

Trotz des rückläufigen Verbrauchs bleibt Deutschland ein bedeutendes Anbaugebiet für Äpfel. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wachsen hierzulande auf rund 32.700 Hektar Apfelbäume. Die wichtigsten Anbauregionen liegen in Baden-Württemberg, vor allem am Bodensee, mit landesweit 11.600 Hektar sowie in Niedersachsen, insbesondere im Alten Land (8.400 Hektar). Zusammen entfallen auf beide Bundesländer mehr als 61 Prozent der deutschen Apfelanbaufläche. Allerdings ist auch der Anbau rückläufig. Während 2017 noch knapp 34.000 Hektar mit Apfelbäumen bepflanzt waren, sind es 2026 nur noch rund 32.700 Hektar.

Weitere Neuigkeiten aus der Landwirtschaft finden Sie im Newsbereich der gvf VersicherungsMakler AG auf gvf.de.

Foto: Standl

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