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Dürre, Überschwemmungen, Frost: Agrarminister fordern Förderung von Mehrgefahrenversicherungen

Extremwetterereignisse wie Dürre und Überschwemmungen sorgen zunehmend für Ernteausfälle. Die Agrarminister der Länder haben sich für eine betriebliche Risikovorsorge und staatliche Förderungen für Mehrgefahrenversicherungen ausgesprochen.
  • Forderungen der Agrarministerkonferenz
  • Dürre, Starkniederschläge und Frost
  • Entwicklung in den vergangenen Jahren

Angesichts der langen Trockenperioden und der daraus folgenden Ernteausfälle haben sich die Agrarminister der Länder auf der jüngsten Agrarministerkonferenz (AKM) in Würzburg für die Stärkung der betrieblichen Risikovorsorge ausgesprochen. Dazu gehört laut den Ressortchefs insbesondere die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage. Sie soll es Betrieben ermöglichen, in wirtschaftlich guten Jahren Rücklagen zu bilden, um sie in Krisenzeiten zur Stabilisierung der Betriebe einsetzen zu können.

Agrarminister nehmen Bundesregierung in die Pflicht

Daneben fordert die AMK einen Einstieg des Bundes in die Förderung von Mehrgefahrenversicherungen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). „Dürre, Starkregen, Spätfröste, Tierseuchen oder starke Preisschwankungen gehören zu den Risiken, mit denen Landwirtschaftsbetriebe inzwischen immer häufiger umgehen müssen“, sagte Thüringens Agrarministerin Colette Boos-John. „Statt nach jedem Schadensereignis neue staatliche Hilfsprogramme aufzulegen, sollten wir die Betriebe deshalb besser in die Lage versetzen, eigenverantwortlich vorzusorgen.“

Dürre, Starkniederschläge und Frost führen zu Ernteeinbußen

Die vergangenen zehn Jahre zeigen, wie stark Wetterextreme inzwischen die Ernten beeinflussen. Die Dürreschäden 2018 stufte die Bundesregierung als Ereignis von nationalem Ausmaß ein. Seitdem folgten mehrere Jahre mit ausgeprägter Trockenheit. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELH) traf es 2022 vor allem Körnermais und Grünland. Die Körnermaisernte lag rund 13 Prozent unter dem sechsjährigen Mittel. Auch 2023 litten insbesondere der Süden und Osten Deutschlands unter Trockenstress. Zugleich zeigt sich, dass die Risiken vielfältiger werden. Aber nicht nur Trockenheit macht den Landwirten zu schaffen. 2024 führten laut BMELH zu viel Niederschlag, Hochwasser und Spätfröste zu erheblichen Einbußen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Getreideernte ohne Körnermais damals knapp zehn Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt. Damit werden die Erträge zunehmend von wechselnden Wetterextremen geprägt.

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Foto: Standl

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