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Wald- und Flächenbrände: Erstes deutsches Bundesland beschließt Klimaanpassungsstrategie

Als erstes Bundesland legt Mecklenburg-Vorpommern eine Klimaanpassungsstrategie vor.
  • Hintergrund zur Klimaanpassungsstrategie
  • Umsetzung des Klimaverträglichkeitsgesetzes
  • 20 Handlungsfelder
  • Link zur Strategie

Vor dem Hintergrund der heftigen Wald- und Vegetationsbrände in Frankreich und Spanien stellt sich noch dringlicher die Frage: Was kann man gegen solche Katastrophen tun, die durch den Klimawandel zunehmen werden? Gleichzeitig prägten Starkregenereignisse vielerorts in Europa das Bild. Auch Mecklenburg-Vorpommern erlebt die Folgen des Klimawandels längst unmittelbar. Fast zeitgleich verursachten Starkregen und Hagel in Westmecklenburg auf rund 16.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche Schäden von bis zu fünf Millionen Euro. Das Kabinett in Schwerin hat nun als Antwort eine Klimaanpassungsstrategie beschlossen. Sie legt den verbindlichen Handlungsrahmen fest, wie Klimarisiken künftig bei politischen Entscheidungen, Planungen und Investitionen systematisch berücksichtigt werden.

Umsetzung des Klimaverträglichkeitsgesetzes

Mit der Strategie setzt die Landesregierung das Klimaverträglichkeitsgesetz um und bildet so eine Ergänzung zum Klimaschutz. Während dieser die Ursachen des Klimawandels bekämpft, richtet die Klimaanpassung den Blick auf die bereits heute spürbaren und künftig unvermeidbaren Folgen. Seit Beginn der Messungen ist die Durchschnittstemperatur in Mecklenburg-Vorpommern deutlich gestiegen, und dies in den vergangenen Jahrzehnten mit beschleunigter Geschwindigkeit. Gleichzeitig nehmen heiße Tage mit mehr als 30 Grad Celsius, längere Trockenphasen und Starkregenereignisse zu. 

Klimaanpassungsstrategie umfasst 20 Handlungsfelder

Unter anderem ist festgelegt, wie künftig in Mecklenburg-Vorpommern geplant, gebaut, investiert und gefördert wird. Insgesamt umfasst die Strategie 20 Handlungsfelder in fünf Themenclustern. Einen Schwerpunkt bildet auch der Umgang mit Mooren. Als erstes Bundesland verankert Mecklenburg-Vorpommern diese Ökosysteme als eigenständiges Handlungsfeld der Klimaanpassung. Moore speichern Wasser, puffern Starkregen, stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt in Trockenzeiten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr als 60 Fachleute aus sieben Ministerien und mindestens acht Landesbehörden haben sie erarbeitet. Die Umsetzung erfolgt ressortübergreifend. Jede Maßnahme ist einem zuständigen Ressort oder einer Landesbehörde zugeordnet. Ein digitales Monitoring macht zukünftig Fortschritte und Wirkungen transparent.

Die komplette Klimaanpassungsstrategie kann auf der Internetseite der Landesregierung heruntergeladen werden.

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Foto: Oleksii Astanin – stock.adobe.com

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