Thüringen: Agrarbehörde digitalisiert Verwaltungsprozesse weiter
Das Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) in Thüringen treibt die Digitalisierung der Verwaltungsprozesse voran.
- Verwaltungsprozesse in Deutschland
- Digitalisierung der Verwaltung in Thüringen
- App unterstützt Landwirte
Nur ein kleiner Teil der Verwaltungsprozesse ist in Deutschland bislang vollständig digitalisiert. Laut dem INSM-„Behörden-Digimeter 2026“ sind lediglich rund 11 Prozent der Einzelleistungen flächendeckend vollständig online verfügbar. In der Landwirtschaft ist die Lage besser: Die Digitalisierung ist dort laut Studien und Bundestagsberichten bereits weit verbreitet und in vielen Bereichen Standard. Hier will das Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) anschließen. Die Behörde treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungs- und Förderprozesse voran und stärkt die Servicequalität für Landwirte, Kommunen und Akteure im ländlichen Raum.
Landwirte in Thüringen profitieren von Digitalisierung
Wie das TLLLR mitteilte, werden die digitalen Angebote für landwirtschaftliche Betriebe kontinuierlich ausgebaut. Fachanwendungen können direkt über das Webportal PORTIA genutzt werden. Vorhandene Daten – insbesondere zu Flächen und Betrieben – werden unmittelbar übernommen. Beteiligte Stellen, etwa kommunale Behörden, werden dabei direkt digital in die Bearbeitung eingebunden. Dies erleichtert die Antragstellung spürbar, reduziert den Aufwand für die rund 4.500 landwirtschaftlichen Betriebe und verkürzt die Bearbeitungszeiten. Weitere Anwendungen, etwa zur digitalen Landpachtvertragsanzeige und Düngeplanung, befinden sich in Vorbereitung.
App für den täglichen Einsatz
Die TLLLR-FAN-App unterstützt Landwirte im täglichen Betrieb, indem sie digitale Nachweise und satellitengestützte Informationen nutzbar macht und Kontroll- sowie Dokumentationsprozesse vereinfacht. Rund 90 Prozent der Thüringer Landwirte nutzen die mobile Anwendung bereits. Pro Saison werden etwa 500.000 Bildnachweise automatisiert ausgewertet und in die Verfahren integriert. Durch den Einsatz von Satellitenmonitoring und verbesserten Auswertungsalgorithmen wird eine Kulturartenerkennung mit einer Genauigkeit von 99 Prozent erreicht.
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