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Agrarexporte: So will die Bundesregierung „Made in Germany“ stärken

Um Agrarexporte zu stärken und zukunftsfähig zu machen, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium eine Strategie mit Maßnahmen formuliert.
  • Ziele der Agrarexportstrategie
  • Neuaufstellung
  • Maßnahmen zur Stärkung der Agrarexporte

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) will den Agrarexport stärken. Dazu wurde eine Strategie „Made in Germany“ vorgestellt. Ziel ist laut Bundesministerium, insbesondere kleine und mittelständische Betriebe der Agrar- und Ernährungswirtschaft dabei zu unterstützen, bestehende Exportmärkte zu festigen und neue Märkte zu erschließen. Die Wettbewerbsfähigkeit soll gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden. Das Vorhaben ist Teil des Koalitionsvertrages.

Neuaufstellung der Agrarexporte

Die deutsche Landwirtschaft erlöst laut BMLEH heute nahezu jeden vierten Euro im Ausland, die Ernährungswirtschaft jeden dritten Euro und in der Landtechnik sind es drei von vier Euro. Die Agrarexportstrategie „Moderne Agrarexporte ‚Made in Germany‘“ sei ein Startpunkt, um gemeinsam mit der Wirtschaft einen Prozess zu beginnen, um die Instrumente neu aufzustellen, heißt es vom BMLEH. Geplant ist laut Bundesministerium, die Exportförderung entsprechend aufzustellen und Kompetenzen zielgerichteter einzusetzen.

Die Agrarexportstrategie umfasst verschiedene Handlungsfelder 
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit: Um der deutschen Wirtschaft „Luft zum Atmen“ zu geben – wie es in der Strategie formuliert ist – soll Bürokratieabbau für Entlastungen sorgen. Für diese Agenda hat das BMLEH eine eigene Stabstelle eingerichtet.
  • Neuaufstellung der Strukturen im BMLEH: Zur Öffnung neuer Märkte wurden entsprechende Arbeitsbereiche geschaffen. Es wird klare Ansprechpartner geben, die die Anliegen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft auf politischer Ebene begleiten und unterstützen: Mit einer Exportkoordinatorin will das Bundesministerium eine Anlaufstelle für die Interessen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft schaffen. Zudem wird ein „Export-Chief Veterinary Officer“ eingesetzt. Dieser kümmert sich im Falle eines Ausbruchs von Tierseuchen darum, Schäden möglichst gering zu halten.
  • Höhere Sichtbarkeit: Gemeinsam mit der Wirtschaft soll für „Made in Germany“ geworben werden. Überdies wird es künftig in den Botschaften Ansprechpartner geben. Das Budget für das Exportförderprogramm und das Auslandsmesseprogramm wird auf 17 Millionen Euro aufgestockt.
  • Türöffner für neue Märkte: Das BMLEH engagiert sich künftig verstärkt für offene Märkte und klare Regeln. Diese seien die Grundlage für einen erfolgreichen Export.
  • Zielmärkte der Zukunft: Gemeinsam mit der Branche analysiert das Bundesministerium, wo es sich lohnt zu investieren. Ziel sei es unter anderem, Unternehmen bei der Auswahl neuer Märkte zu unterstützen.
  • Kontaktpflege: Die Mitarbeiter des Ministeriums als auch die Agrarattachés an den Auslandsbotschaften werden ihre Kontakte und Netzwerke intensiver als bisher auch für wirtschaftliche Belange nutzen. Bereits bestehende erfolgreiche Maßnahmen sollen gestärkt und politisch stärker flankiert werden.

Foto: Nektarstock – stock.adobe.com (Symbolbild)

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