Zwischenfrüchte dürfen verfüttert werden

Futter ist durch die vergangenen Trockenperioden noch immer knapp. In Sachsen dürfen deshalb ab sofort Zwischenfrüchte genutzt werden.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat genehmigt, dass Zwischenfrüchte als Futter verwendet werden dürfen. Grund ist weiterhin die Futterknappheit durch die Trockenheit. Wie das sächsische Landwirtschaftsministerium mitteilte, hat der Freistaat die Freigabe sofort umgesetzt. Diese gilt für die Gründecke oder Untersaaten in der Hauptkultur, für die eine entsprechende Förderung in Anspruch genommen wird. Die Freigabe zur Futternutzung gilt sachsenweit. Sie kann ohne weitere Anzeige oder Genehmigung durch die Landwirtschaftsbetriebe in Anspruch genommen werden.

Landwirte leiden noch immer unter Trockenheit

“Die Trockenheit im Jahr 2018 und auch in der ersten Jahreshälfte 2019 verursacht erhebliche Ertrags- und Qualitätseinbußen bei Futterpflanzen”, sagte Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt. Insbesondere beim zweiten und dritten Schnitt waren deutliche Mindererträge zu verzeichnen. “Einige Landwirte mussten bereits frühzeitig auf das für den Winter eingelagerte Futter zurückgreifen. Sie sehen sich gezwungen, ihren Tierbestand vor dem Winter zu verringern”, so Schmidt weiter. Der Freistaat Sachsen wolle in dieser akuten Notlage unbürokratisch helfen.

Sachsen regte Nutzung der Zwischenfrüchte an

Sachsen hatte die Schaffung einer Sonderregelung beim Bund im Vorfeld angeregt. Normalerweise ist die Nutzung dieser ökologischen Vorrangflächen vom 1. Oktober bis 31. Dezember lediglich durch eine Beweidung mit Schafen und Ziegen zulässig. Ab sofort gibt der Freistaat Sachsen diese Flächen auch für eine Beweidung durch andere Tierarten oder eine Schnittnutzung für Futterzwecke frei.

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