Zwei Quadratkilometer Acker pro Weltbürger

Bauernverband geht mit Auftaktveranstaltung in das Internationale Jahr des Bodens.

Die Vereinten Nationen (UN) haben 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Mit dem UN-Jahr soll ins Bewusstsein gerufen werden, dass fruchtbarer Boden nicht vermehrbar ist, gleichzeitig aber der Bedarf an Lebensmitteln und Agrarrohstoffen zunimmt.

Bei der Auftaktveranstaltung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) „Forum Boden“ am heutigen Donnerstag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin diskutieren Experten, wie es gelingen könnte, die Öffentlichkeit für die Bedeutung produktiver Böden und die Notwendigkeit der Reduzierung des Flächenverbrauchs zu sensibilisieren. Unter anderem soll die Frage im Ansatz beantwortet werden, wo die Prioritäten beim Bodenschutz liegen sollen und was landwirtschaftliche Betriebe unternehmen, um den Boden als wichtigste Produktionsgrundlage zu erhalten und in einem guten Zustand an die kommenden Generationen weitergeben zu können. Der DBV hinterfragt auch, ob der Schutz des Bodens auf EU-Ebene vorangetrieben werden oder Aufgabe der Mitgliedsstaaten bleiben soll.

Bodenverlust durch Infrastruktur
Statistisch gesehen stehen weltweit 2.100 m2 Ackerfläche für jeden Bürger zur Verfügung, auf der Nahrungs- und Futtermittel produziert werden und nachwachsende Rohstoffe erzeugt werden können. Während in Drittländern wertvolle Böden durch Wüstenbildung, Versalzung und Degradierung verschwinden, ist in Deutschland die „Zivilisation“ selbst das Problem. Der Verlust landwirtschaftlicher Produktionsflächen durch Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen sei hierzulande die größte Bedrohung für die Produktionsflächen und deren nachhaltige Ertragsfähigkeit, heißt es aus dem DBV.

BMEL diskutiert mit Schülern
Bereits am Mittwoch diskutierte Dr. Maria Flachsbart, Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), auf dem Erlebnisbauernhauf der IGW mit Berliner Schülerinnen und Schülern über das Thema „Fruchtbare Böden – Basis des Lebens“. „Böden haben eine im wahrsten Sinne grundlegende Bedeutung. Sie sind Produktionsfaktor für die Landwirtschaft und stehen damit direkt für die Erzeugung gesunder Lebensmittel“, so die Staatssekretärin.

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