Wölfe: Weidetierhalter demonstrieren für Jagd

Die Übergriffe durch Wölfe steigen. Jetzt fordern niedersächsische Landwirte die Genehmigung von sogenannten Schutzjagden.

Niedersächsische Weidetierhalter haben vor dem Landtag in Hannover demonstriert. Wie ndr.de berichtet, fordern sie die Einführung von Schutzjagden auf Wölfe. Organisiert wurde die Demo vom “Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement”, in dem sich die Landwirte zusammengeschlossen haben. Wie ndr.de weiter schreibt, verlangen die Aktionisten andererseits auch, dass Lebensräume für Wölfe eingerichtet werden, in denen sie ungestört leben können. Die Petition wurde an Umweltminister Olaf Lies übergeben.

Lies sieht derzeit keine Möglichkeit

Die Weidetierhalter befürchten laut dem Nachrichtenportal, dass die Situation bei Nichttätigkeit der Landesregierung aus dem Ruder laufen wird. Besonders die Landkreise Celle, Nienburg und Emsland sind von den steigenden Zahlen betroffen. Umweltminister Lies hat zwar Verständnis für die Landwirte, räumte aber ein, dass er aufgrund des EU-Rechts keine Möglichkeit sehe, Schutzjagden zu genehmigen.

Angriffe durch Wölfe steigen stetig

Laut Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf haben die Angriffe von Wölfen auf Nutztiere deutlich zugenommen. Demnach gab es 2018 639 gemeldete Übergriffe. 2067 Nutztiere wurden dabei getötet, verletzt oder werden vermisst. Am stärksten sind Schafe betroffen. Das größte Problem stellt die Situation für Brandenburg und Niedersachsen dar.

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