Wölfe: Merkel drängt auf Lösung

Wölfe breiten sich immer weiter aus. Die Bundesregierung findet keine Einigung beim Thema Abschuss. Merkel will eine für alle befriedigende Lösung.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) haben noch immer keine Lösung zu Abschussgenehmigungen gefunden. Im Kern geht es in der Diskussion darum, ob Wölfe erst geschossen werden dürfen, wenn sie Nutztiere gerissen haben oder auch schon, wenn sie sich Siedlungen und Herden nähern. Wie der “Spiegel” berichtet, hat sich nun Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Debatte eingeschaltet.

Baldige Einigung beim Thema Wölfe?

Die Kanzlerin wünscht sich eine Lösung, bei der die Interessen der Tierhalter und Naturschützer unter einen Hut gebracht werden. Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte zum “Spiegel” , sie wolle sich nicht zu „internen Abläufen“ äußern. Es handele sich beim Thema Wölfe um einen „normalen Abstimmungsprozess“. Letztendlich müssen sich wohl die beiden Ministerien einigen – wenn es nach dem Kanzleramt geht bald.

DBV: Herdenschutzmaßnahmen haben Grenzen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hofft nun auf ein baldiges Ende der Debatte um die Abschussgenehmigungen. „Die Blockade innerhalb der Bundesregierung muss beendet werden”, sagte der DBV-Umweltbeauftragte Eberhard Hartelt. Das Bundesumweltministerium dürfe nicht länger die offensichtlichen Probleme mit der Ausbreitung des Wolfs in Deutschland verschleppen. “Die Haltung von Tieren auf der Weide und die Akzeptanz der Menschen im ländlichen Raum für den Wolf hängen maßgeblich davon ab, ob kurzfristig Lösungen für eine konsequente Regulierung des Wolfes auf den Weg gebracht werden”, so Hartelt weiter. Der DBV plädiert auf wolfsfreie Gebiete. “Herdenschutzmaßnahmen haben Grenzen, dies kann die Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung nicht sichern“, so Hartelt.

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