„Wir jungen Schweinehalter brauchen eine Perspektive!”

Deutschlands junge Generation der Schweinehalter ist bereit für die Zukunft, fühlt sich aber im Stich gelassen.

„Wir jungen Schweinehalter sind bereit für Veränderungen. Wir wollen unsere Höfe zukunftsfähig ausbauen und umgestalten”, sagte Sebastian Ermann auf der Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Ermann ist Mitglied des Sprecherteams der Jungen ISN. „Aber wer sagt uns was zukunftsfähig ist? Wer sorgt dafür, dass ein Genehmigungsstempel mehr als 10 Jahre Bestand hat? Den jungen Landwirten fehlt Planungssicherheit, um ihre Familienbetriebe zukunftsfähig zu machen.

England als Negativbeispiel

Angst macht auch das, was Mitglieder der Jungen ISN vergangenes Jahr bei einer Exkursion nach England festgestellt haben. Bei einem Selbstversorgungsgrad von unter 60 Prozent wird auf der Insel Schweinefleisch vor allem in Großbetrieben erzeugt. „Erschreckend haben wir festgestellt, dass eine ideologische Gesetzgebung und eine hinzukommende preisliche Tiefphase dazu geführt haben, dass in kürzester Zeit die Hälfte der Betriebe aufhören mussten. Familienbetriebe gibt es in England kaum noch.”, berichtet Ermann und hofft, dass es den deutschen Schweinehaltern in Zukunft nicht so ergehen wird.

Mut für die Zukunft

Trotz all der Herausforderungen, mit denen die jungen Schweinehalter konfrontiert sind, blickt Sebastian Ermann mit Mut in die Zukunft: „Wir jungen ISNler haben keine Angst vor der Zukunft. Wir werden uns darum kümmern, dass Schnitzel ,made in Germany’ auch in Zukunft noch aus deutschen Ställen kommt. Verlasst euch drauf!”

Hilferuf per Musikclip

Nach dem Motto „Vielleicht keine Stimmakrobaten – aber wir sind ja schließlich auch Landwirte und keine Alleinunterhalter“ hat die Junge ISN ein Video gedreht, in dem junge Schweinehalter über ihre Sorgen singen.

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