Wildschäden nehmen zu

Wildschäden gehen jährlich in die Millionen. Alleine im waldreichen Rheinland-Pfalz beträgt der jährliche Schaden etwa 1,7 Millionen Euro. Seit einigen Jahren wird beobachtet, dass die verursachten Schäden stark zunehmen. Betroffen sind alle forstwirtschaftlich bedeutenden Länder, Deutschland genauso wie Österreich oder auch Polen.

Experten schreiben diese Tatsache unter anderem den Zielvorgaben im Waldbau seit den 1990er Jahren zu. „Durch die großen Sturmschäden bedingt wollen viele Waldbesitzer stabilere Bestände mit mehr Mischbaumarten begründen. Dies führt zu mehr Umbau schadensanfälliger Nadelreinbestände in Laub-Mischbestände und einem Umstieg auf Naturverjüngung von gut veranlagten Altbeständen.“, schreibt der österreichische Forstexperte Karl Schuster auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Ein Problem ist auch, dass heute bei Aufforstungen aus Kostengründen weniger Pflanzen verwendet werden, wodurch die Prozentzahl der durch populierendes Wild schadhaften Pflanzen in die Höhe schnellt.

Schuster sieht die Ursache der vermehrten Schäden auch im Verhalten der Jäger, Freizeitnutzer und nicht zuletzt der Hobbyjäger, bei deren Einstellung zur Trophäenjagd sich nichts geändert habe. Durch den steigenden Anteil dieser „Freizeitjäger“ gehe die Jagd vor allem am Wochenende von statten, und da wollten die Hobby-Weidmänner mehr Wild sehen, um ihren Jagderfolg zu befriedigen. Auch in der Aus- und Weiterbildung würden diese Themen nur eine untergeordnete Rolle einnehmen. Dazu kommt das Verhalten der Erholungssuchenden, die immer mehr die wöchentliche Stadtflucht antreten, um in den Wäldern neue Kraft zu tanken oder ihren Sportarten wie Mountainbiken oder Nordic Walking nachzugehen.

Das Fazit: Weniger Bäume stehen dem immer mehr werdenden Wild, das durch „Freizeitmenschen“ in ihrem Lebensraum eingeschränkt ist, gegenüber. Was die Tiere auch dazu veranlasst, den Wald zu verlassen und Felder sowie Obstplantagen aufzusuchen.

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