Wer bestellt, muss auch bezahlen

Das Bundesumweltministerium muss den geforderten Kurswechsel in der Agrarpolitik auch finanzieren.

„Den radikalen Kurswechsel, den Bundesumweltministerin Barbara Hendricks von den deutschen Landwirten fordert, muss ihre Behörde auch entsprechend finanzieren.“, fordert der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst (FAB), Michael Prinz zu Salm-Salm. Wer verlange, dass der Zug in eine neue Richtung fahre und noch zusätzliche Waggons dranhänge, habe auch für die Mehrkosten aufzukommen, so Salm weiter.

Allrounder zum „Nulltarif“?
Die Anforderungen der Politik an die Landwirtschaft nehmen ständig zu. „Gestern sollte der Landwirt den Hunger bekämpfen, heute Urwälder schaffen und morgen das Weltklima retten.“, so der FAB-Vorsitzende. „Die Aufgabenstellungen werden immer komplexer. Mit deutlichem Mehraufwand können wir vieles schaffen“, so Salm. Aber das gehe nicht zum Nulltarif.

Landwirtschaft stärken, nicht schwächen
Salm ruft die Politik dazu auf, in der jetzigen dramatischen Situation der Landwirtschaft die heimischen Hersteller von Lebensmitteln, Holz und Energie zu stärken, anstatt zu schwächen. Weitere Umwelt- und Naturschutzauflagen ohne entsprechende Vergütung beschleunigten nur das Höfesterben, warnt der Vorsitzende. Damit verliere Deutschland nicht nur regionale Vielfalt, sondern unwiederbringlich eine ganze Kultur. Wenn die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum noch weiter zurückgehe und Regionen ausbluten, habe keiner gewonnen. „Es kann niemand wollen, dass hier die Höfe sterben, und dann die Importe von Lebensmitteln zunehmen, die zu niedrigeren Qualitätsstandards hergestellt werden.“, appeliert Salm.

Ein Gedanke zu „Wer bestellt, muss auch bezahlen

  • 21.06.16 um 10:23
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    Besteller ist in der Regel der Staatssekretär im BMUB Jochen Flasbarth, also somit auch die Rechnungsadresse

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