Vor der Erntezeit Maschinen richtig überprüfen

Die SVLFG empfiehlt, vor der Erntesaison alle Maschinen eingehend zu prüfen und instand zu setzen.

Obwohl Erntemaschinen über die Jahre technisch verbessert werden, verzeichnet die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) weiterhin hohe Unfallzahlen während der Erntesaison. „Nur, wer über die ganze Erntesaison kontinuierlich arbeiten kann, arbeitet wirtschaftlich“, so die SVLFG. Komme es hingegen zu einem Unfall, ist damit nicht nur menschliches Leid verbunden, sondern auch jede Menge Zeit, Geld und Nerven.

Maschinen prüfen und instand setzen

Die Maschinen sollten über die gesetzliche Fahrzeugprüfung hinaus unter die Lupe  genommen werden. Dazu zählen die Sichtprüfung der Beleuchtung sowie die Prüfung der Reifen, tragenden Teile und Betriebsmittel. Ein Bremstest von Gespann und Maschine gehört ebenfalls dazu. Um alle Zweifel aus dem Weg zu räumen, rät die SVLFG zu einem professionellen Check der Maschinen durch einen Landmaschinenhändler.

Sehen und gesehen werden

Hauptunfallursache bei landwirtschaftlichen Transporten ist laut SVLFG die mangelnde Sichtbarkeit von Gespannen. Retroreflektierende Folien an Anhängern machen die Gespanne bei Dunkelheit im Straßenverkehr besser sichtbar. Vor jeder Fahrt sollte die elektrische Beleuchtung des Gespanns überprüft werden. Festgestellte Schäden sollten sofort behoben werden. Leuchtmittel und Reflektoren müssen frei von Verschmutzungen sein. „Auch Anhängerkabel mit Wackelkontakt zählen zu den häufigsten Mängeln“, so die SVLFG.

Verstopfungen sicher entstören

An Erntemaschinen verursachen Entstörungsarbeiten die meisten Unfälle. Wird die Verstopfung per Hand beseitigt, bestehe höchste Unfallgefahr, warnt die SVLFG. Erste Regel in solchen Fällen sei: Vorher den Motor sowie alle Antriebe abschalten und den Nachlauf abwarten. Die Beseitigung von Verstopfungen an Ballenpressen bei laufender Pick-Up habe bereits zu tödlichen Unfällen geführt. Die Sozialversicherung empfiehlt deshalb: Auch wenn die Presse an einem schlechten Tag mal mehrfach verstopft, sei ruhiges und überlegtes Handeln gefragt. Komme es zu einem Unfall mit Verletzungen oder Todesfolge, stelle sich die Frage der täglichen Flächenleistung nicht mehr. Daher solle vor der Beseitigung der Verstopfung immer die Zapfwelle abgeschaltet werden.

Auf der sicheren Seite

Eine einfache Möglichkeit ist es, professionelles Sicherheitsmanagement in Anspruch zu nehmen. Bei Schulungen direkt im Betrieb werden Mitarbeiter über die individuellen Sicherheitsrisiken der Betriebsmaschinen belehrt. Sollte es doch zu einer Beschädigung kommen, können spezielle Absicherungen den Neupreis sogar für beschädigte Verschleißteile abdecken.

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