Vogelgrippe: Krisenstab beschließt Maßnahmen

Fünf Bundesländer von Geflügelpest betroffen, Krisenstab will weiteres Ausbreiten verhindern.

Nach der raschen Ausbreitung der Vogelgrippe in mehreren Bundesländern hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) einen Krisenstab eingerichtet.

Unter Beteiligung der Länder, des Friedrich-Loeffler-Instituts, Vertretern der Wirtschaft und BMEL-Experten ist der Krisenstab am Samstag zu einer ersten Koordinierungsrunde zusammengetreten. Beschlossen wurde ein einheitliches, risikobezogenes Vorgehen zum Schutz vor der Geflügelpest.

Anhand der regionalen Risikoprofile ordnen die Bundesländer die Aufstallung für gehaltenes Geflügel an. Betroffen sind vor allem Betriebe, die sich in der Nähe von Feuchtgebieten und Rastgebieten von Zug- und Wildvögeln befinden. Aber auch in Regionen mit einer hohen Dichte von Geflügelbetrieben wird gehandelt.

Desweiteren beschlossen Bund und Länder, dass Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelbetrieben erhöht werden müssen.

Bereits betroffene Bundesländer:

Bayern

Am Bodensee wurden infizierte Reiherenten und am Starnberger See eine Seeschwalbe, bei der der Subtyp H5 nachgewiesen werden konnte, gefunden.

Baden-Württemberg

Bereits Anfang Oktober ist im Mannheimer Luisenpark bei 90 Vögeln der Subtyp H7N3 festgestellt worden. Darunter Pfaue, Fasane, Enten, Seiden- und Hemperlhühner. Die Tiere mussten getötet werden. Auch der baden-württembergische Teil des Bodensees ist betroffen. Am 9. November ist bei Wildvögel der Typ H5N8 festgesellt worden. Aus den angrenzenden Regionen in der Schweiz und in Österreich sind ebenfalls Fälle bekannt.

Mecklenburg-Vorpommern

Auf der Insel Riems wurde am 10. November eine mit dem Virus H5N8 infizierte tote Reiherente gefunden.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein wurden vergangene Woche in mehreren Landkreisen hunderte tote Wildvögel entdeckt, von denen die meisten mit dem Erreger H5N8 infiziert waren. In einem großen Geflügelbetrieb mussten bis Montagmorgen 30.000 Tiere getötet werden. Im Umkreis von drei Kilometern um den Betrieb wurde ein Sperrbezirk eingerichtet.

Sachsen

Am Cospudener See bei Leipzig wurde vorige Woche bei einer Wildente der H5-Virus festgestellt.

In den anderen Bundesländern waren bis Montag noch keine Fälle von infizierten Tieren bekannt. Die Behörden sind aber sensibilisiert und in Alarmbereitschaft.

(Stand: 14. 11. 2016; aus Aktualitätsgründen ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

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