Viele Betriebe in neuen Bundesländern finden keine Auszubildenden

Um die Zukunft der Landwirtschaft zu sichern, muss bei Jugendlichen das Interesse an „grünen Berufen“ steigen.

Während  Betriebe der „grünen Branche“ in Westdeutschland im Ausbildungsjahr 2016/2017 einen Zuwachs an Auszubildenden von 3,4 Prozent verzeichnen, tun sich Agrarunternehmen im Osten der Bundesrepublik schwerer, geeignete Schulabgänger zu finden. In den neuen Bundesländern ist die Besetzung der Plätze um 5,4 Prozent zurückgegangen.

Bildung auf aktuellem Stand

Der Fachausschuss des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sieht den Schlüssel in der Ausbildungspraxis. Die Ausbildungsqualität in Bezug auf Inhalte, Vermittlungsmethoden und Ausbildungsorganisation gewinne zunehmend an Bedeutung, so der Fachausschuss. Um die Ausbildungsqualität auf den aktuellen Stand zu bringen, wird der DBV Qualitätsleitfäden für verschiedene Bildungsakteure erarbeiten. In Berufsschulen solle auch die voranschreitende Digitalisierung stärker thematisiert werden, so der DBV.

Begeisterung durch Aktionen

Bundesweit tragen auch Aktionen dazu bei, bei jungen Menschen das Interesse an landwirtschaftlichen Berufen zu stärken. Beim vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) initiierten Girls-Day (Foto) etwa werden jedes Jahr speziell junge Frauen an das Thema herangeführt. Nicht nur Tierzucht spielt dabei eine Rolle. Die Jugendlichen lernen auch die Bereiche Technik, Naturwissenschaften und IT kennen.

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