Verdacht auf Schweinepest in Brandenburg

Die Afrikanische Schweinepest scheint in Deutschland angekommen zu sein. In Brandenburg gibt es einen ersten Verdachtsfall bei einem Wildschwein-Kadaver.

[UPDATE 10.09.2020 10:32 Uhr: Der Verdacht hat sich bestätigt, teilte Landwirtschaftsministerin Klöckner mit]

In Brandenburg gibt es einen amtlichen Verdacht auf die Afrikanische Schweinepest (ASP). Das teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat den Verdacht bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt, der wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis gefunden wurde. Sobald das Ergebnis der Analyse feststeht, wird die Bundesministerin Julia Klöckner über das Ergebnis informieren.

Dramatische wirtschaftliche Folgen

Ein Ausbruch der Schweinepest hierzulande würde für Betriebe mit Schweineproduktion dramatische Folgen haben. Schweinefleisch-Exporte würden stoppen, weil Deutschland dann nicht mehr den Status „seuchenfrei“ hätte und auf dem Index stehen würde. Wird die Krankheit in einem Betrieb festgestellt, muss die gesamte Schweineproduktion gekeult werden. Liegt ein Hof im Sperrbezirk, dürfen die Schweine nicht mehr verkauft werden. Anders als bei Keulung entschädigt hier jedoch nicht die Tierseuchenkasse. Allein eine zusätzlich abgeschlossene Ertragsschadenversicherung kann in dem Fall für finanziellen Ersatz sorgen.

Foto: Adobe Stock (Symbolbild)

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