Verbesserung von Futtergetreide mit Wasserdampf

Ein Workshop der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie hat sich vor Kurzem mit der genauen Erfassung des Futterwertes und der passgenauen Ergänzung von Futtergetreide beschäftigt.

Neben chemischer Behandlung kann die Verdaulichkeit von Getreide auch durch mikrobiologische und druckhydrothermische Veredelungsverfahren verbessert werden. Versuche mit Natronlauge-, Formaldehyd- oder Ammoniak-Behandlungen hätten in der Vergangenheit zwar positive Effekte gezeigt, jedoch gebe es aufgrund der Aggressivität dieser Stoffe Probleme in der routinemäßigen Anwendung, so die Veranstalter des Workshops. Der Trend gehe daher vermehrt zur Verwendung von organischen Säuren, wie zum Beispiel Propion-, Fumar,- Apfel-, Milch- oder Zitronensäure.

Mithilfe von druckhydrothermischen Verfahren kann durch dampfsterilisieren, der Behandlung mit Wasserdampf, extrudieren und pelletieren die enthaltene Stärke teilweise aufgeschlossen, die Faltungsstruktur von Proteinen modifiziert und enthaltene antinutritive Inhaltsstoffe zerstört werden. Solche Effekte kommen vor allen Jungtieren zugute, deren Verdauungssystem noch nicht voll entwickelt ist.

Darüber hinaus lasse sich mit derartigen Verfahren die Flüssigkeitsfütterung vermindern. Die Optimierung dieser Verfahren bietet wie bei der Fermentation noch weiteres Potenzial zur Verbesserung des Futterwertes, so die Veranstalter des Workshops.

Die Ergebnisse des Workshops, der im Rahmen des 70. Jahrestages der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie stattgefunden hat, sind im Tagungsband im DLG-Verlag erschienen. Dieser ist in englischer Sprache verfügbar und kann zum Preis von 29,90 EUR beim DLG-Verlag bestellt werden.

Weitere Informationen:

Gesellschaft für Ernährungsphysiologie

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