Verbände fordern Halbierung des Tierbestandes

Renaturierung, weniger Tiere und Halbierung des Fleischkonsums

Ein Bündnis aus 40 Umwelt- und Entwicklungsverbänden hat einen Forderungskatalog für einen Klimaschutzplan vorgelegt. Als Unterzeichner des „Klimaschutzplans 2050 der Zivilgesellschaft“ tauchen prominente Verbände und Vereine wie der WWF, der BUND, Brot für die Welt, aber auch landwirtschaftliche Verbände, wie die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Demeter, auf.

Der Katalog enthält Forderungen, die dazu beitragen sollen, bis 2020 die Treibhausgase um 40 Prozent zu mindern. Dafür müssten bestehende Maßnahmen nachgeschärft sowie neue und kurzfristig wirkende Instrumente umgesetzt werden, heißt es.

Ausweitung von Bio und Halbierung des Tierbestands

Neben der Energiewirtschaft, Industrie, Handel und dem Verkehr wird auch die Landwirtschaft in die Verantwortung genommen. Um bis 2050 den Ausstoß an Klimagasen aus der Landwirtschaft um 60 Prozent zu reduzieren sei eine Transformation der Landwirtschaft unvermeidlich, heißt es in dem Papier.

Die Unterzeichner fordern die Halbierung des Nutztierbestandes, die konsequente Ausweitung der ökologischen Landwirtschaft, die deutliche Reduzierung des Stickstoffeinsatzes, den Erhalt beziehungsweise die Ausdehnung von Dauergrünland, die Renaturierung von Mooren, den konsequenten Schutz kohlenstoffreicher Böden, den Humusaufbau in Ackerböden und die konsequente Nutzung der Senkenfunktion des Waldes. Biomasse soll nur aus Reststoffen und Abfällen erzeugt werden, wenn es nach den Unterzeichnern des Forderungskataloges geht.

Fleischkonsum um die Hälfte reduzieren

Darüber hinaus wird die Halbierung des Konsums tierischer Produkte gefordert. Die Bundesregierung solle ein entsprechendes Aktionsprogramm in allen relevanten Politikbereichen umsetzen und mit konkreten Reduktionszielen versehen, heißt es weiter. Den Forderungskatalog haben die Initiatoren mit Blick auf die Ankündigung der Bundesregierung, noch vor der Sommerpause den Klimaschutzplan 2050 vorzulegen, erstellt.

Der komplette Forderungskatalog kann zum Beispiel auf der Website des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als PDF abgerufen werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.