Veganer Strom neuer Trend?

Ein Energieunternehmen bietet Strom ohne tierische Produkte und für Tierwohl an.

Ökostrom entspricht dem Zeitgeist. Energieverbraucher achten zunehmend nicht nur auf die Stromkosten, sondern auf nachhaltige Energiequellen. Dazu zählt auch Biogas aus Tierhaltungsbetrieben – unter anderem auch eine zusätzliche Einnahmequelle für Tierhalter.

Die Ludwigshafener TWL Energie Deutschland GmbH ist auf den veganen Trend aufgesprungen und bietet unter der Marke “vegawatt” veganen Strom an. Wie soll das gehen? Vegan war bislang nur in Bezug auf Lebensmittel in aller Munde. Beim veganen Strom spielt laut TWL sowohl die CO2-Belastung durch Gülle bei Biogas eine Rolle als auch die Gefährdung von Tieren durch nachhaltige Energiegewinnung.

Zuckerrüben und Solar

Das Unternehmen verspricht Strom, für den nicht nur auf tierische Ausscheidungen verzichtet wird, sondern für den Tiere auch nicht “gefährdet sind”. So wird auch auf Windenergie verzichtet. Der Grund: Fledermäuse und Greifvögel sind durch die Rotorblätter gefährdet. Auch an Fischverlust denkt das Energieunternehmen. Sogenannte Offshore-Windanlagen im Meer ziehen durch den Betrieb und die Wartung Fischverluste nach sich. “Wir mussten leider feststellen: was ökologisch im Sinne unserer Umwelt hergestellt wird, ist nicht zwingend nachhaltig im Sinne des Tierschutzes.”, so die TWL. Deshalb speist das Unternehmen nur Biogas-Strom aus Zuckerrübenschnitzel und Solarenergie in das Netz ein. In Deutschland werden auf knapp 300.000 Hektar Zuckerrüben angebaut.

Größten Anteil hat Gülle und Mist

Etwa 6 Prozent des deutschen Energiebedarfs decken Biogas und Biomasse aus tierischer Erzeugung ab. Laut Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) werden derzeit etwa 50 Prozent der Biogasanlagen mit Gülle und Mist gespeist. Den Rest teilen sich Kleegras und Grassilage, Maissilage, Getreideganzpflanzensilage, Reststoffe und Bioabfall.

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