Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit: Schere zwischen Ökologie und Ökonomie

Während der Umweltschutz in der deutschen Landwirtschaft immer besser wird, wächst die Wirtschaftlichkeit langsamer.

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) hat ihren Nachhaltigkeits-Index vorgelegt. Dieser besteht aus Ökologie, Ökonomie und Soziales. Der deutschen Landwirtschaft wird eine Steigerung der Nachhaltigkeit um 1,4 Prozent bescheinigt.

Umweltschutz wurde verbessert

Die ökologische Komponente errechnet sich aus der Entwicklung der Gesamtbilanz des Abbaus des Stickstoffüberschusses und der Minderung der Treibhausgas-Emissionen. Im Ergebnis beträgt der durchschnittliche jährliche Stickstoffabbau 3,6 Prozent, die Minderung von Treibhausgas 2,3 Prozent. Der Komponentenindex Ökologie insgesamt schneidet somit mit einer durchschnittlichen jährlichen Zielverbesserung von 3,1 Prozent ab.

Langsames Wachstum eine logische Folge

Während sich der Umweltschutz relativ rasch verbessert, hinkt die Wirtschaftlichkeit etwas hinterher. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate beträgt 0,15 Prozent. Die DLG sieht vor allem die Preistiefs der vergangenen Jahre als Grund für diese Entwicklung. Die Schere zwischen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit lässt sich mit Investitionen im Umweltbereich erklären. In die ökonomische Komponente wurden Realeinkommen für Boden, Arbeit sowie Kapital erfasst. Durch die Wachstumsrate lässt sich der Fortschritt in Produktivität und Effizienz ablesen.

Die Komponente “Soziales” beschreibt das Pro-Kopf-Einkommen des landwirtschaftlichen Sektors. Diese stieg durchschnittlich um 0,3 Prozent.

Der ganze Nachhaltigkeits-Index steht auf der Internetseite der DLG zum Download bereit.

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