Umweltschutz: Gibt es bald einen Null-Emissions-Stall?

Ein Umwelttechnologieberater arbeitet an einem Stallkonzept, das im Sinne des Umweltschutzes keine Emissionen produziert.

Ist ein geruchsfreier Schweinestall möglich? Der Umwelttechnologieberater Peter Schepers arbeitet an einem Konzept für einen Stall, aus dem keinerlei Treibhausgase entweichen. So soll der Klimaschutz und Umweltschutz unterstützt werden. Schepers arbeitet für das niederländische Unternehmen Agrifirm Exlan. Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) berichtet, erklärte der Techniker in einem Interview mit dem niederländischen Fachmagazin Boerderij, wie das funktionieren soll und welche Hürden es noch zu bewältigen gilt.

Restströme für Umweltschutz optimal nutzen

Die Idee hinter dem Stall ohne Luftverschmutzung ist, ein Stallgebäude zu schaffen, das ohne aufwendige End-of-Pipe-Lösungen Tierschutz, Umgebung, Umweltschutz und Gesundheit berücksichtigt. Dazu gehört auch, dass Restströme optimal genutzt werden. Die Emissionen, zum Beispiel aus Gülle, würden demnach für Energiegewinnung verwendet werden. Dass ein solches Produkt nachgefragt wird, glaubt Schepers auf jeden Fall. Das Zero-Konzept erfülle viele gesellschaftliche und politische Anforderungen. So gebe es zum Beispiel keine Emissionen von Ammoniak, Geruch und Feinstaub.

Demo-Stall in Planung

Ein Demo-Stall mit 3.000 Mastschweinen ist in Planung. Die Gespräche mit lokalen Regierungen und einer Reihe von interessierten Landwirte laufen. Das Investitionsvolumen für den Demo-Stall kalkuliert Schepers mit 3,8 Millionen Euro. Darin sind auch die Kosten für die Forschungsarbeit enthalten. Für die kommerzielle Umsetzung rechnet er mit 40 Prozent Mehrkosten im Vergleich zu herkömmlichen Stallgebäuden. Das Geld könne durch geringe Ausgaben für Energie, Tiergesundheit und Düngerentsorgung zurückgewonnen werden. Wann das Konzept marktreif ist, weiß Schepers allerdings noch nicht.

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