Umwelt: Blattgrün-Sensor ermöglicht weniger Herbizide

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat die Entwicklung eines Sensors gefördert, der präzise zwischen Kulturpflanzen und Unkraut unterscheiden kann.

Landwirtschaft spielt eine große Rolle für mehr Klima- und Umweltschutz. Entsprechende Vorgaben der Europäischen Union geben die Richtung vor. Ein Aspekt ist die Minimierung von Pflanzenschutzmitteln, darunter Herbizide. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat mit fachlicher und finanzieller Förderung in Höhe von rund 398.000 Euro eine Sensortechnik vorangebracht, die für mehr Umwelt- und Naturschutz auf dem Acker sorgen soll.

Technik zum Schutz der Umwelt

Das Verfahren wurde von der Firma Premosys mit Sitz im rheinland-pfälzischen Kalenborn-Scheuern entwickelt: Das sogenannte multispektrale True-Color-Sensorarray erkennt Pflanzen und kann so gezielt zwischen Kulturpflanzen und Unkraut unterscheiden und wird auf der Feldspritze eines Ackerfahrzeuges befestigt.

Vielfältig einsetzbar

Der Vorteil ist die hohe Erkennungspräzision, die eine neue Qualität bei der selektiven Regulierung der nicht gewünschten Unkräuter bietet. Der Einsatz der Pflanzenschutzmittel kann massiv reduziert oder sogar vermieden werden. Der Sensor erkennt Pflanzen anhand ihrer Farben und Reflektionseigenschaften. Er ist anpassbar, kann somit nicht nur auf dem Acker sondern noch in anderen Konstellationen zum Einsatz kommen: Für Brachland, abgeerntete oder befestigte Flächen, an Bahndämmen sowie bei Getreideflächen, Grünland oder Untersaaten im Ökolandbau.

Foto: DBU

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