Tradition, Traktoren und schnurgerade Furchen

Das Pflügen ist eine der ursprünglichsten aller Landbauarbeiten und hilft, den Boden zu lockern, zu mischen und zu durchlüften. Weiterhin werden so organische und mineralische Dünger sowie Ernterückstände in die Erde eingebracht. Die beste Zeit dafür ist kurz nach der Getreideernte.

Schon immer wurde dieser Aufgabe große Bedeutung zugemessen und man wusste, dass durch ordentliches Pflügen die restlichen Ackerbauarbeiten erleichtert werden. Mittlerweile wurden Pferde durch Traktoren ersetzt, später dann Lanz Bulldog durch große Claas.

Was früher notwendige Arbeit war ist unter leidenschaftlichen Pflügern zu einem Wettbewerb geworden. Auch dieses Jahr treffen sie sich und ermitteln untereinander die Besten der Besten in verschiedenen Kategorien. In einigen Gegenden wird der Tradition nachgegangen und die Arbeit mit Pferden durchgeführt. Andernorts geht man mit Traktoren an den Start, wobei nach Dreh- und Beetpflug unterschieden wird. Ausschlaggebend ist die Tiefe, die gleichmäßige Breite und der gerade Verlauf der Furche. Unter den kritischen Augen der Richter und Zuschauer demonstrieren die Teilnehmer auf einer kleinen Fläche alle Techniken aus der Praxis, teilweise müssen auch theoretische Fragen beantwortet werden.

Die Weltmeisterschaft im Leistungspflügen findet in diesem Jahr in Kroatien vom 14. bis 15. September statt. Dabei sein werden auch zwei Deutsche, denen wir hiermit viel Erfolg wünschen. Und wem die lange Anfahrt zu viel sein sollte, dem sei gesagt: 2018 kommt die Weltmeisterschaft auch nach Deutschland.

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