Tierschutz: Ämter sollen Kadaver auf Verstöße untersuchen

Laut einem Medienbericht will das BMEL Kadaver auf Tierschutz-Verstöße untersuchen lassen.

Amtstierärzte sollen künftig in Tierkörperbeseitigungsanlagen Kadaver von Schweinen und Rindern auf mögliche Tierschutz-Verstöße hin untersuchen. Informationen der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (NOZ) zufolge, sieht das ein Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) vor.

Reaktion auf Studie zu Tierschutz

Der Reformvorschlag sei laut NOZ eine Reaktion auf eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover aus dem Jahr 2017: Wissenschaftler hatten in sogenannten Verarbeitungsbetrieben tierischer Nebenprodukte Hinweise auf massive Tierschutzprobleme in der Schweinehaltung entdeckt.

Bislang nicht nachvollziehbar

Die Forscher um die Professorin und Veterinärmedizinerin Elizabeth große Beilage hatten hochgerechnet, dass täglich möglicherweise bis zu 1.200 Schweine in den Anlagen entsorgt werden, die zu Lebzeiten „länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden“ erlitten haben, berichtet die NOZ weiter. Das sei nach dem Tierschutzgesetz zwar verboten, blieb aber bislang weitgehend unentdeckt, da die Kadaver der Tiere entsorgt werden. Die entsprechenden Anlagen fallen nicht in die Zuständigkeit der Amtstierärzte. Künftig sollen sie dem Bericht zufolge die rund 20 Entsorgungsbetriebe in Deutschland “stichprobenartig” kontrollieren.

Foto: Konstantin Kosolov/pixabay.com (Symbolbild)

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