Tierrechtler bieten Milchviehhaltern Geld für Videos

Die dänische Organisation “Anima” bietet Milchviehhaltern umgerechnet 6.700 Euro, wenn die Tierrechtler in den Ställen filmen dürfen, “wie männliche Kälber erschossen werden”.

Der Tierrechtsaktionismus hat eine neue Dimensionen erreicht. Die dänische Organisation “Anima” bietet Milchviehhaltern 50.000 dänische Kronen (6.700 Euro) an, wenn sie die Tierrechtler in den Ställen filmen lassen. Ziel der Aktion sei, so Anima in einer Pressemitteilung, “die grausamen, aber üblichen Praktiken in der Milchwirtschaft zu filmen”.

Tierrechtler fahren Kampagne gegen Arla Foods

Die Aktion sei Teil der Kampagne gegen Arla Foods, so Anima. Die Organisation wirft dem dänischen Unternehmen vor, “die üblichen Praktiken in der Milchproduktion” vor Kunden zu verstecken. In Dänemark würden in der Tierhaltung unerwünschte männliche Kälber kurz nach der Geburt erschossen, so die Tierrechtler. Auch in Deutschland vermuten sie ähnliche Praktiken. Die dänischen Aktivisten berufen sich dabei auf eigene Recherchen.

Wenig deutsche Netz-Einträge

Anima ist laut eigener Aussage die größte Tierrechtsorganisation in Dänemark und wurde im Jahr 2000 gegründet. Man setze sich für den Schutz aller Tiere ein und führe Kampagnen durch, um Haustieren, Tieren in der Massentierhaltung sowie Tieren in der Pelz- und Unterhaltungsindustrie eine Stimme zu geben. Wer in Google auf zahlreiche Einträge zu Anima hofft, wird eines besseren belehrt. Denn die Berichterstattung über die Organisation hält sich in Grenzen, zumindest auf deutschen Internetseiten.

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