Thüringen fördert Weiterbildung zum Bio-Spezialisten

Das Landwirtschaftsministerium Thüringen fördert die Fortbildung zum „Geprüften Berufsspezialisten für ökologischen Landbau”.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) fördert die berufliche Weiterbildung zum „Geprüften Berufsspezialisten für ökologischen Landbau”. Der Bildungsträger ist Thüringer Ökoherz e. V. „Wir fördern das bundesweit einmalige Pilotprojekt mit 70.600 Euro. Die berufsbegleitende Fortbildung ist speziell auf die Strukturen im thüringer Ökolandbau ausgerichtet”, erklärt Landwirtschaftsminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Bundesländern können von dem Angebot profitieren. „Der neue staatliche Abschluss ist ein wichtiger Baustein, um den Ökolandbau in Thüringen weiter zu stärken“, so der Minister.

Lehrplan enthält umfangreiche Module

An der geförderten Fortbildung nehmen 14 Personen teil, davon 8 aus Thüringen, um den staatlichen Abschluss zu erlangen. Für das Vorhaben wurde ein vorzeitiger Beginn der Maßnahme ab 1. Januar 2020 gewährt. Der Lehrplan enthält verschiedene Module, die monatlich bis Dezember 2020 durchgeführt werden und sich unter anderem mit Tierhaltung, Ackerbau, Imkerei, Vermarktung und Betriebswirtschaft beschäftigen. Die Abschlussprüfung erfolgt dann durch einen Prüfungsausschuss, der vom Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und ländliche Räume berufen wird. Die Gesamtkosten für die Durchführung der Module betragen 78.440 Euro.

Bio-Trend in Thüringen gestiegen

„Vor der Amtsübernahme der rot-rot-grünen Landesregierung ging die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Thüringen zurück. Wir haben den Negativtrend mit dem ÖkoAktionsplan gestoppt und seit 2016 ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Thüringen um fast 42 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum haben 99 Betriebe auf ökologische Wirtschaftsweise umgestellt. Das entspricht einem Plus von mehr als 34 Prozent. Unterstützend wirkt hier auch das Konzept der regionalen Wertschöpfungsketten, das 2018 vorgelegt wurde“, so Minister Hoff.

Foto: BLE Bonn/Thomas Stephan (Symbolbild)

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