TA Luft: DBV sieht bäuerliche Tierhaltung in Gefahr

Der Bauernverband sieht die verschärften Regelungen in der neuen TA Luft für viele Betriebe nicht umsetzbar.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert die geplante Novelle der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Mit Bezug auf das Bundesratsverfahren nimmt das DBV-Präsidium zur Bedeutung für Landwirte Stellung.  

„Beschleuniger des Strukturwandels“

Mit der Novelle der Verwaltungsvorschrift sind Landwirte quasi gezwungen Ställe zu modernisieren und umzubauen. Das kostet Geld. „Diese Verwaltungsvorschrift spielt sowohl bei der angestrebten Weiterentwicklung der Tierhaltung, im Sinne des Tierwohls als auch für die Zukunftsperspektive vieler Betriebe eine Schlüsselrolle“, so der DBV. Nach dem aktuellen Verhandlungsstand sei davon auszugehen, dass die Umsetzung der TA Luft zu einem neuerlichen Beschleuniger des Strukturwandels gerät. Der Verband befürchtet, dass die Verordnung dennoch keinen echten Durchbruch in Sachen Tierwohl bringt.

Bauernverband verlangt Korrektur der TA Luft

In einer Erklärung verlangt das DBV-Präsidium, den vorliegenden Entwurf in grundlegenden Punkten dringend zu korrigieren. Ein weiteren Kahlschlag in der bäuerlichen Tierhaltung solle laut Verband vermieden werden. Die geplanten Verschärfungen betreffen Nachrüstungspflichten für Bestandsbetriebe und eine Verschärfung europäischer Vorgaben zur besten verfügbaren Technik. Auch Vorgaben zu Geruchsemissionen sowie mangelnde Rechtssicherheit bezüglich Tierwohl-Investitionen und zulässiger Emissionsminderungsverfahren vermisst der Bauernverband.
Die Erklärung des Deutschen Bauernverbandes zur Novelle der TA Luft kann auf der DBV-Internetseite als PDF geladen werden.

Foto: Chris Birk/pixabay.com (Symbolbild)

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