Stalleinbrüche kommen in Kriminalstatistik

In Nordrhein-Westfalen werden Stalleinbrüche in die Kriminalstatistik aufgenommen. Tierrechtler reagieren laut ISN offenbar bereits mit dem Bereinigen ihrer Internetseiten.

Stalleinbrüche werden in die Kriminalstatistik aufgenommen, vorerst aber nur in Nordrhein-Westfalen. Ein Sprecher der Landesregierung sagte der “Rheinischen Post”: “Das Land plant das Kriterium landwirtschaftliche Betriebe in die polizeiliche Kriminalstatistik aufzunehmen.” Tierrechtler werden von der Bevölkerung allerdings meist mit Mitgliedern von Tierschutzorganisationen verwechselt.

Im Klartext: Unberechtigtes Eindringen in Ställe wird als Hausfriedensbruch in die offizielle Statistik aufgenommen. Aus technischen und organisatorischen Gründen werde dies jedoch frühestens ab 1. Januar 2019 möglich sein, wird der Sprecher weiter zitiert. Unterdessen hat auch die FDP-Bundestagsfraktion in einem Antrag die Bundesregierung aufgefordert, auf eine einheitliche Rechtsauslegung bei der Beurteilung von Anträgen zur Gemeinnützigkeit in den Ländern hinzuarbeiten. Grund des Antrages sei die Tierrechtsorganisation PETA. Nach Angaben der FDP legitimierten führende Repräsentanten und Angestellte von PETA Gesetzesbrüche wie Einbrüche in Ställe

Kein Widerspruch von Tierrechtlern

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hat zudem beobachtet, dass Tierrechtler bereits auf die Ankündigung reagiert haben und ihre Websites und Präsenzen in den Sozialen Netzwerken von Einträgen, wie etwa Videos von nächtlichen Aktionen, bereinigen.

Dass die Recherchen der ISN zum mutmaßlichen Geschäftsmodell der Tierrechtler genau ins Schwarze treffen, könne man auch daran sehen, dass keinerlei Widerspruch gekommen ist, so der Verband. Das sei unüblich für die Szene. Normalerweise drohen Tierrechtsorganisationen nach entsprechenden Berichterstattungen mit rechtlichen Schritten. Auch die ISN ist im Rahmen ihrer Recherchen immer wieder mit Einschüchterungsversuchen konfrontiert.

Die Interessengemeinschaft empfiehlt nachwievor entsprechende Vorkommnisse zur Anzeige zu bringen und bietet betroffenen Landwirten Rechtsbeistand und Unterstützung bei der Anzeigenerstattung an.

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