Schweizer entwickeln Gerät für einfache Forstweginventur

Der Unterhalt von Forstwegen ist mit hohem Zeitaufwand und erheblichen Kosten verbunden. Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelschaften (HAFL) Bern hat ein Gerät entwickelt, mit dem die Wege in kürzeren Abständen auf einfache Weise überprüft werden können. Vorgestellt wurde die Entwicklung im hochschuleigenen Magazin „InfoHafl – das Magazin“.

Die Idee ist vor dem Hintergrund entstanden, dass das rasche Erkennen von Schäden diese zielgerichtet beheben lässt, bevor Abnutzungserscheinungen größer und damit Unterhaltsmaßnahmen teurer werden. Alles, was man für die Hightech-Lösung brauche, sei eine Anhängerkupplung, so die Entwickler um Dr. Martin Ziesak. Kernstück ist eine Messlanze, die an der Kupplung aufgehängt wird. An den Hinterrädern sind Beschleunigungssensoren angebracht, welche die Erschütterungen erfassen und so Auskunft über Schlaglöcher, Rippen und Rillen geben. Die Lanze selbst ist mit Distanzsensoren ausgestattet, die den Weg im Querprofil erkennen und zum Beispiel ausgefahrene Spuren über eine längere Distanz melden. GPS und Neigungssensoren liefern sowohl Koordinaten als auch Daten zur Geometrie, also Kurvenradien und Schräge. Alle erhobenen Daten werden entweder per Funk oder per Kabel an den Messcomputer geliefert. Eine Software bereitet die Ergebnisse entweder bereits während der Fahrt auf oder speichert sie für eine spätere Auswertung.

Die Forscher haben bereits einen Prototyp getestet. „Es hat sich als praxistauglich erwiesen.”, so Ziesak. Damit eröffne sich den Waldbesitzern die Möglichkeit, die Forstwege künftig relativ einfach zu inventarisieren und gezielt zu unterhalten.

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