Schädlinge trotzen Genmais-Gift

Wie die US-amerikanische Nachrichtenagentur UPI berichtet, haben Forscher herausgefunden, dass der sogenannte „Maiswurzelbohrer“ nicht nur gegen das von Genmais produzierte Gift resistent ist, sondern sogar die Ausbreitung der Käfer beschleunigt wird.

Konkret geht es bei den Erkenntnissen, die ein Team um den Insektenkundler Aaron Gassmann von der Iowa State University erlangte, um den sogenannten „Westlichen Maiswurzelbohrer“. Der Schädling würde den Wissenschaftlern zufolge Kreuzresistenzen gegen zwei der drei Giftstoffe, die Genmais produziert, entwickeln.

Von 2009 bis 2011 stieg die Zahl der befallenen Felder mit den in den USA angebauten drei Genmaissorgen, obwohl das Bakteriengift Bt (Bacillus thuringiensis) die Käfer eigentlich töten sollte.

Die Wissenschaftler haben auch einen Tipp parat, den Schädlingen trotzdem Herr zu werden. Man müsse ihnen ausreichend große Maisfelder als Rückzugsort überlassen, auf denen sich die Käfer quasi austoben können. Dort würden sich die Bt-empfänglichen Tiere mit resistenten Artgenossen vermehren. Außerdem sei es sinnvoll, von Zeit zu Zeit die Anbaufrucht zu wechseln, damit sich die empfängliche Käferpopulation besser halten könne, sind sich die Wissenschaftler sicher.

In Europa gibt es zwar die Maiswurzelbohrer, allerdings soll mit dem kürzlich genehmigten Genmais 1507 die Kleinschmetterlingsart Maiszünsler bekämpft werden.

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