Safran – das teuerste Gewürz der Welt

In einigen Gegenden hält sich die Auffassung, Safran sei teurer als Gold. Ist dem wirklich so? Wieso ist der Anbau dieser Pflanze so umständlich und wie gewinnt man Safran eigentlich? Diese Fragen werden häufig gestellt und wir versuchen, Ihnen heute die Antworten dazu zu geben.

Erst aber ein paar Worte über das Gewürz selbst: Ein Krokus ist eine mehrjährige Knollenpflanze, nicht wie meist gedacht eine Zwiebelpflanze. Er wird auf Plantagen angebaut, wo später der Safran gewonnen wird. Angeblich gibt es ca. 89 Krokusarten. Das macht nachdenklich: Wenn es so viele Arten gibt, warum ist der Safrananbau nicht weit verbreitet und so selten? Es zeigt sich, dass das Gewürz aus der Krokusgattung Sativus gewonnen wird. Diese Pflanze erblüht erst im Herbst und nicht wie üblich im Frühling, darüber hinaus verträgt sie Temperaturen unter 15°C nur schwer. Der Safrananbau ist sehr kostenintensiv, anstrengend und arbeitsaufwändig. Die Hauptursache für den hohen Preis ist, dass Krokus manuell geerntet wird und aus etwa 150.000 bis 250.000 Blüten bekommt man nur 1 Kilogramm getrocknetes Safrangut.

Es ist also nicht verwunderlich, dass es das teuerste Gewürz der Welt ist. Safran ist grellrot und färbt die Speisen gelb. Außer in der Küche, verwendet man den Safran auch in der Homöopathie, als antidepressives und beruhigendes Mittel, er gilt auch als Aphrodisiakum.

Angebaut wird Safran heutzutage vor allem im Mittelmeerraum und im Nahen Osten. Der wertvollste Safran kommt aus Spanien. Safran aus La Mancha – berühmt durch die Farbe, den Duft und den Geschmack. Der größte Hersteller dieser Pflanze ist aber Iran.

Die Behauptung, dass der Safran teurer als Gold ist, kommt aus dem Mittelalter. Damals wurde er vor allem von den Herrschaften geschätzt. Während der Pest war der Preis für Safran 45 mal höher als der heutige Höchstpreis. Safran wurde oft gestohlen und führte nicht selten zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Heute erreicht er einen Höchstpreis von ca. 25.000,00 €/kg. Der Goldpreis beträgt ca. 41.470 Euro pro Kilogramm. Er mag nicht (mehr) teurer als Gold sein, doch der Preis ist nach wie vor extrem hoch.

In Deutschland wird es wohl in nächster Zeit keinen Safrananbau geben. In diesem Punkt sind uns unsere Nachbarn Österreich und die Schweiz um einiges voraus, denn dort wird seit einigen Jahren fleißig Safran kultiviert. Das begehrte Gewürz lässt sich auch zu Hause anbauen, jedoch ist unklar wie verbreitet diese Methode ist. Haben Sie schon ihre eigene Erfahrungen damit? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar und erzählen Sie anderen Lesern davon.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.