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Sachsen: 40 Millionen Euro für Umweltmaßnahmen

Der Freistaat Sachsen zahlt an die Antragsteller, vorwiegend aus der Landwirtschaft, 40 Millionen Euro aus.

Derzeit erhalten Landwirte in Sachsen rund 40 Millionen Euro für die umwelt- und klimagerechte Bewirtschaftung ihrer Flächen im Jahr 2021. An der Förderung von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen nehmen mehr als 3.300 Antragsteller teil. Das sind vor allem landwirtschaftliche Betriebe, aber auch Umwelt- und Landschaftspflegeverbände sowie Einzelpersonen.

Maßnahmen in Sachsen auf 100.000 Hektar

Auf Flächen von mehr als 100.000 Hektar wurden im Jahr 2021 die Vorhaben des sächsischen Agrarumwelt- und Klimamaßnahmenprogramms umgesetzt. Darunter befinden sich jeweils etwa zur Hälfte Acker- und Dauergrünlandflächen. Ein Großteil der Maßnahmen auf Ackerflächen zielt darauf ab, die biologische Vielfalt durch eine überlegte Bewirtschaftung zu erhöhen. Durch einzelne Vorhaben werden Wasser- und Bodenerosionen vorgebeugt und die Bodenbewirtschaftung verbessert. Für Insekten, Vögel und andere Wildtiere bieten Naturschutzbrachen und Blühflächen nachhaltigen Lebensraum mit einem vielseitigen Nahrungsangebot. Zusätzlich erbringt der geringe Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln einen erheblichen Beitrag zum Arten-, Gewässer- und Klimaschutz. 

Verlängerung ist möglich

Seit dem Antragsjahr 2020 ist es möglich, für regulär beendete Verpflichtungen einen Verlängerungsantrag zu stellen. Dieser verlängert die Verpflichtungen jeweils um ein Jahr. Auch 2021 wurde die Möglichkeit von einer großen Mehrheit der Begünstigten in Anspruch genommen. Aufgrund der auslaufenden aktuellen Förderperiode sind Neuverpflichtungen ab dem Antragsjahr 2021 nur noch eingeschränkt möglich.

Die Agrarumweltprämie gleicht den erhöhten Aufwand bei der Umsetzung von Umweltmaßnahmen und sich daraus ergebende Ertragseinbußen aus. In diesem Jahr werden die Maßnahmen zu 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Wiederaufbauprogramms „Next Generation EU“ und Umschichtungsmitteln aus den Direktzahlungen nach dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) finanziert.

Foto: Thomas B./pixabay.com (Symbolbild)

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