Rukwied nimmt Vermarkter in die Pflicht

Nicht nur der Lebensmitteleinzelhandel trägt Verantwortung für die Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte.

Nachdem im August Lidl den Preis für Trinkmilch erhöht hatte, zog jetzt Aldi nach und erhöhte am 1. Oktober ebenfalls um 4 Cent. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht darin erste Erfolge. Gleichzeitig appelliert DBV-Präsident Joachim Rukwied aber auch an die Vermarkter und die Gesellschaft, landwirtschaftlichen Produkten mehr Wertschätzung entgegenzubringen.

„Der Lebensmitteleinzelhandel trägt nicht nur eine große Verantwortung für die Vermarktung unserer Produkte, sondern auch für die Wertschätzung der Lebensmittel durch die Gesellschaft und letztlich für die wirtschaftliche Situation unserer Bauernfamilien.“, sagte Rukwied diese Woche auf dem Bauerntag in Hamburg. Bei aller berechtigter Kritik an niedrigen Preisen reiche es aber nicht aus, den Lebensmitteleinzelhandel pauschal in die Verantwortung zu stellen. „Auch die Strukturen in der Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse müsse man kritisch hinterfragen”, so der Bauernpräsident weiter. Er sieht dabei noch Optimierungsbedarf, um auf Augenhöhe mit dem Lebensmittelhandel erfolgreich verhandeln zu können.

Derzeit sehe man in vielen Marktbereichen enttäuschende Signale und man müsse die Frage stellen, ob die Vermarkter ihrem Teil der Verantwortung für die Wertschöpfung in der Lebensmittelkette noch gerecht werden. Desweiteren fordert Rukwied vom Lebensmittelhandel die Unterstützung einer nachhaltigen Erzeugung von Lebensmitteln am Standort Deutschland.

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