Rinder: Weniger Methan durch Algenfutter?

US-Wissenschaftler haben die Fütterung von Rindern mit Algen getestet. Laut der Forscher kann so der Methanausstoß entscheidend reduziert werden.

Rinder stehen in der Kritik, durch den Methanausstoß zu viel CO2-schädliches Methan in die Luft zu blasen. Forscher der University of California haben eine neue Futterquelle, die das verhindern soll, erforscht. Algen! Das berichtet orf.at. Wissenschaftler experimentieren schon länger in diesem Bereich. Laut der kalifornischen Forscher habe ihre Studie in diesem Jahr die Wirkung von Algen bewiesen.

Nahrungsergänzung auf Algenbasis für Rinder

Laut dem Webportal des Österreichischen Rundfunks mischten die Forscher über einen längeren Zeitraum kleine Mengen eines Nahrungsergänzungsmittels auf Basis der Rotalgenart Asparagopsis taxiformis unter das Futter von 20 Angus-Hereford Ochsen. Das Ergebnis: Die Algen senkten den Methanausstoß um bis zu 82 Prozent. Den Forschern zufolge werden durch die Algen bestimmte Enzyme im Pansen der Rinder neutralisiert.

„Wir haben nun fundierte Beweise dafür, dass Algen als Teil von Rindernahrung effektiv dabei sind, Treibhausgase zu reduzieren, und dass diese Wirksamkeit nicht mit der Zeit abnimmt“, zitiert orf.at den Agrarwissenschaftler Ermias Kebreab.

Kein Einfluss auf Geschmack von Fleisch und Milch

Zwei Jahre zuvor hatte das Forschungsteam bereits die Anreicherung des Futters für Milchkühe mit Algen getestet. Wie orf.at weiter berichtet, habe die Algenzufuhr damals weder den Geschmack der Milch noch in der aktuellen Studie den Fleischgeschmack verändert. Eine Herausforderung sei laut der Forscher, ausreichende Mengen an Algen für die Rinderhalter zu beschaffen.

Foto: Jean-Pascal Quod/CC 3.0

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