Rinder sind keine Klimakiller

Bauernverband fordert sachliche Diskussion und legt Faktencheck vor.

Rinderhaltung wird gerne als „Klimakiller Nummer 1“ dargestellt. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat jetzt den Faktencheck „Methanemission in der Rinderhaltung“ aufgelegt, um Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen und vor allem die Debatte auf ein sachliches Niveau zu bringen.

„Die deutsche Milchproduktion arbeitet im weltweiten Maßstab extrem klimaeffizient und hat nur einen sehr kleinen Anteil an den nationalen Treibhausgasemissionen“, so der Bauernverband bei der Veröffentlichung der Analyse.

Entscheidung zwischen Ernährung und Emission

Der Faktencheck rückt die Dimensionen in der Klimadebatte zurecht und stellt die effiziente Arbeitsweise der deutschen Milcherzeugung dar. Da Landwirtschaft in natürlichen Prozessen arbeitet, bei denen Treibhausgase entstehen, ist eine Neutralität an Emissionen nicht zu erreichen.

Doch sorgt die Rinderhaltung dafür, dass ökologisch und klimatisch wertvolles Grünland erhalten bleibt und für die menschliche Ernährung nutzbar gemacht wird. Eine Reduzierung der Rinderhaltung in Deutschland würde nicht zum Klimaschutz beitragen, sondern den Erhalt von aus Klimaschutzgründen wertvollem Dauergrünland gefährden und Milcherzeugung an weniger klimaeffiziente Standorte verlagern. In der Summe könnten durch den Verlust von Grünland und Emissionsverlagerungen die weltweiten Treibhausgasemissionen bei einer Abstockung der deutschen Rinderbestände sogar ansteigen.

Der Faktencheck steht auf der Internetseite des DBV zum Download bereit.

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